«Eine Hiobsbotschaft für Frauenfeld»: Das sagen Vertreter aus Wirtschaft und Politik zum Konkurs der Firma Tuchschmid

Die Nachricht, dass die Firma Tuchschmid nach 170 Jahren verschwinden wird, trifft die Frauenfelder Wirtschaft und Politik aus heiterem Himmel.

Stefan Hilzinger
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Die Frauenfelder Tuchschmid AG hat die Bilanz deponiert. 100 Personen verlieren ihre Arbeit.

Die Frauenfelder Tuchschmid AG hat die Bilanz deponiert. 100 Personen verlieren ihre Arbeit.

(Bild: Andrea Stalder)
Pablo Moiron, Präsident Industrie- und Handelsverein Frauenfeld.

Pablo Moiron, Präsident Industrie- und Handelsverein Frauenfeld. 

(Bid: PD)

 «Für den Werkplatz Frauenfeld ist das eine ganz bittere Hiobsbotschaft», sagt Pablo Moiron, Präsident des Industrie- und Handelsvereins (IHV) der Region Frauenfeld. Mit der Tuchschmid AG verliere der IHV «ein sehr geschätztes und engagiertes Mitglied». Man hoffe, dass sich für die Betroffenen rasche und gute Lösungen finden liessen.

Urs Schönholzer, Präsident Gewerberverein Frauenfeld

Urs Schönholzer, Präsident Gewerberverein Frauenfeld

(Bild: PD)

«Ich bin fassungslos», sagt Urs Schönholzer, Präsident des Gewerbevereins der Region Frauenfeld. «Frauenfeld verliert nicht nur einen alteingesessenene Traditionsbetrieb, sondern auch viele Arbeitsplätze». Für die betroffenen Mitarbeiter sei es besonders bitter, die Nachricht gerade jetzt vor Weihnachten erfahren zu müssen.

Daniel Wessner Leiter AWA Thurgau.

Daniel Wessner Leiter AWA Thurgau. 

(Bild: Andrea Stalder)

Daniel Wessner, Chef des Thurgauer Amtes für Wirtschaft und Arbeit, bedauert «ausserordentlich, dass eine Firmengeschichte auf diese Weise endet». Er macht den betroffenen Mitarbeitern aber auch Hoffnung. «Es gibt offene Stellenangebote von anderen Thurgauer Unternehmen, die Fachkräfte suchen», sagt Wessner.

Anders Stokholm, Stadtpräsident.

Anders Stokholm, Stadtpräsident.

(Bild: Andrea Stalder)

«Ich nehme seitens des Stadtrates mit Bestürzung Kenntnis von der Bilanzdeponierung der Tuchschmid AG», sagt der Frauenfelder Stadtpräsident Anders Stokholm. Die Firma habe mit ihren Produkten den Namen der Stadt in die Welt hinausgetragen. Die Stadt werde so weit als möglich bei der Bewältigung der Folgen Unterstützung leisten.

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