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Der Frauenfelder Verein «Backen im Park» macht es möglich, dass das eigene Brot am feinsten duftet

Backen liegt im Trend. Seit fünf Jahren betreibt ein Verein einen Holzofen im Murg-Auen-Park und lädt zu Backtagen ein. Am Samstag war Saisonschluss. Auch ein New Yorker Jazzmusiker wusste den Zopf zu schätzen.
Christine Luley
Backen am Samstagvormittag: Joe Müggler steht am Ofen, während die Co-Präsidentinnen Doris Roos Kliem und Alice Schlaginhaufen die verschiedenen Backwaren vorbereiten. (Bild: Reto Martin)

Backen am Samstagvormittag: Joe Müggler steht am Ofen, während die Co-Präsidentinnen Doris Roos Kliem und Alice Schlaginhaufen die verschiedenen Backwaren vorbereiten. (Bild: Reto Martin)

Vor dem Pavillon im Murg-Auen-Park sitzen zehn Personen beim Znüni. Ob der frisch duftenden Focaccia aus dem Holzofen läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Seit vier Jahren bietet der Verein «Backen im Park» regelmässig öffentliche Backtage an.

Am vergangenen Samstag ist Saisonschluss gewesen, am 5. Dezember findet noch das Grittibänz-Backen statt. Alice Schlaginhaufen und Doris Roos Kliem engagieren sich seit zwei Jahren als Co-Präsidentinnen. Doris Roos Kliem unterrichtet wie ihre Tante Verena, die Vereinsgründerin, Hauswirtschaft. Der Frauenfelderin ist es ein Anliegen, sowohl in der Schule als auch in der Freizeit fürs «Backen im Park» zu motivieren. Sie sagt:

«Mich freut es, wenn der Funke überspringt.»

Im kommenden Jahr steht Sauerteig auf dem Plan

Für private Feste und Anlässe bietet der Verein gemeinsames Backen unter Anleitung an. Das Angebot erfreut sich grosser Beliebtheit und ist auch im Winter möglich. Die Co-Präsidentinnen sind mit dem Erreichten insgesamt zufrieden. Wobei es bei den öffentlichen Backtagen mehr Teilnehmer sein dürften. «Kommen Sie doch unverbindlich vorbei», laden sie ein. Für 2019 plant der Verein zum Beispiel einen Sauerteig-Backkurs.

Alice Schlaginhaufen ist Juristin und hat vor elf Jahren ihren ersten Sauerteig angesetzt. Weil das Rezeptbuch auf deutschen Mehltypen basiert, begann sie, die Resultate mit Schweizer Mehl festzuhalten. Seit drei Jahren teilt sie ihre Erfahrungen in ihrem nicht-kommerziellen Blog «Eigebrötlis’ Allerlei» (eigebrötli.ch). Die Juristin schätzt nebst Kopfarbeit auch Handarbeit.

«Teigkneten ist eine gute Gelegenheit, um auf andere Lösungen zu kommen.»

Ofenwart Joe Müggler in Aktion. (Bild: Reto Martin)

Ofenwart Joe Müggler in Aktion. (Bild: Reto Martin)

Joe Müggler hat am Freitagabend acht Kilogramm Holz vorgefeuert, um die Feuchtigkeit aus dem Ofen zu vertreiben. Er vertritt den Ofenwart Robert Müller aus Warth und ist am Samstagmorgen bereits um 7.30 Uhr wieder zur Stelle. Um 10 Uhr, nach dem Verbrennen von 20 Kilogramm Holz, ist der Ofen 300 Grad heiss. Weil sich die Temperatur nicht mit einem Schalter regeln lässt, wird die Grundhitze mit dem Backen von Flammkuchen und Pizza gebrochen. Danach ist die Temperatur auf 270 Grad gefallen und die Bäckerinnen schiessen das Brot ein.

Zur Belebung der Brotbackkultur

Verena Roos gründete den Trägerverein «Backen im Park» im Jahr 2014, und ihre Stiftung VeRo finanzierte ein Jahr später einen Häussler Holzbackofen. Mit dem Projekt «Backen im Park» (BiP) wollte die Frauenfelder Hauswirtschaftslehrerin den Murg-Auen-Park mit einer besonderen Attraktion aufwerten und die Brotbackkultur neu beleben. Verena Roos hat den Holzbackofen der Stadt Frauenfeld für fünf Jahre zur Verfügung gestellt. 2019 geht er von der Stiftung in den Besitz der Stadt über. «Wir müssen mit dem Verein noch die genauen Formalitäten anschauen», sagt Fabrizio Hugentobler, Leiter des Amtes für Freizeitanlagen und Sport. Er geht davon aus, dass der Betrieb der Anlage weiterhin Sache des Vereins bleiben wird. Dieses Jahr feierte «Backen im Park» das fünfjährige Jubiläum der Idee und hat das öffentliche Backen kostenlos angeboten. (clu)

Weitere Informationen unter www.backen-im-park.ch

«Möchtet Sie en Zopf mitneh», richtet sich Vereinsmitglied Christian Fischer an einen Spaziergänger. «Sorry, I don’t understand», sagt der bärtige, jüngere Mann mit dem Cap des Eishockeyteams der Pittsburgh Penguins, freut sich aber über die Gastfreundschaft. Jeff Taylor tritt am Jazzfestival Generations auf. Der Sänger und Gitarrist aus New York ist auf Tour mit Donny McCaslin und stärkt sich mit einem Zopf vor seinem Auftritt.

Das ist Gastfreundschaft: Der New Yorker Jazzmusiker Jeff Taylor bekommt von Vereinsmitglied Christian Fischer einen Zopf geschenkt. (Bild: Christine Luley)

Das ist Gastfreundschaft: Der New Yorker Jazzmusiker Jeff Taylor bekommt von Vereinsmitglied Christian Fischer einen Zopf geschenkt. (Bild: Christine Luley)

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