Das Efeu darf bleiben, dafür setzt die Bürgermeinde Eschlikon Laubbäume statt Tannen.

Die Bürgergemeinde Eschlikon forstet ihren Wald am «Stutz» grundlegend neu auf.

Christoph Heer
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Markus Müller und Walter Braun vor der Waldparzelle auf der Ostseite des «Stutz».

Markus Müller und Walter Braun vor der Waldparzelle auf der Ostseite des «Stutz».

(Bild: Christoph Heer)

Ihnen geht es um Aufklärung: Walter Braun und Markus Müller sind innerhalb der Bürgergemeinde Eschlikon zuständig für die Wälder – und somit auch für den Wald am Stutz.

Bevor hier forstlichen Arbeiten beginnen, sollen die Bewohner darüber aufgeklärt werden, dass dieser Wald nicht verschwindet, sondern, ganz im Gegenteil, fit für die Zukunft wird. «Das stimmt. Stand jetzt, hat dieser Waldbestand nämlich keine Überlebenschancen»sagt Markus Müller. «Wenn wir jetzt eingreifen, wird dank der Bepflanzung mit einheimischen, standortgerechten Laubbäumen ein grossartiges Stück Natur erhalten bleiben.»

Das Wäldchen besteht vorwiegend aus 60-jährigen Rottannen mit einigen Lärchen und ein paar älteren Eichen. «Vor 18 Jahren haben wir dieses Waldstück letztmals richtig durchforstet, ehe ich mich in den darauffolgenden Jahren nur noch um gestürzte Rottannen und kleinere Anliegen gekümmert habe», sagt Walter Braun.

Bepflanzung im kommenden Frühling

Claude Engeler ist der zuständige Förster. Er plant, die bestehenden Eichen und ein paar Lärchen stehen zu lassen. «Die Rottannen, die an diesem Standort keine Zukunft haben, werden entfernt. Einige dieser Rottannen sind dicht mit Efeu bewachsen. Sie sind daher ökologisch wertvoll», sagt der Revierförster.

Und Markus Müller fügt ergänzend an, dass einige derer auf mehreren Metern Höhe abgesägt werden:

«So wird sichergestellt, dass die Bienen und weitere Lebewesen stets auf ihren heimischen Wohnraum zurückgreifen können.»

Die Pflanzung von Eichen wird mit seltenen Baumarten, wie zum Beispiel der Flatterulme, ergänzt. Auch die östlichen und westlichen Waldränder des Gehölzes werden aufgewertet, indem die verbleibende Bestockung mit seltenen Laubbäumen ergänzt wird.

Die ganze Parzelle soll nach der Pflanzung der Eichen und seltenen Laubbäume im Frühling 2020 nur jeweils dort gepflegt werden, wo es nötig ist. Die Natur erhält Raum, um sich zu entwickeln.

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