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Bichelseer diskutieren in einem Workshop die Zukunft ihrer Gemeinde

Das revidierte Raumplanungsgesetz des Bundes stellt alle Gemeinden vor Herausforderungen. In Bichelsee-Balterswil lud der Gemeinderat zur Zukunfts-Werkstatt, um die Meinung der Bevölkerung einzuholen.
Teilnehmer der Zukunfts-Werkstatt diskutieren angeregt über die Gestaltung ihrer Gemeinde. (Bild: Jörg Rothweiler)

Teilnehmer der Zukunfts-Werkstatt diskutieren angeregt über die Gestaltung ihrer Gemeinde. (Bild: Jörg Rothweiler)

«Siedlungsentwicklung nach innen» lautet das zentrale Gebot des revidierten Raumplanungsgesetzes, welches im November 2013 vom Volk – für viele Experten überraschend – deutlich gutgeheissen wurde. Kein einfaches Ziel. Zwar bietet die Innenentwicklung Chancen. Sie stellt die Gemeinden und Städte hinsichtlich ihrer konkreten Umsetzung aber auch vor vielfältige, teils komplexe strategische und planerische Fragen.

Der Miteinbezug von Grundeigentümern und Bevölkerung ist dabei unumgänglich – und laut Planungs- und Baugesetz gesetzliche Pflicht.

Ideen externer Planer ernten Zuspruch

In Bichelsee-Balterswil lud der Gemeinderat am vergangenen Freitagabend die Bevölkerung gemeinsam mit Experten der ERR Raumplaner AG, St. Gallen, zur «Zukunfts-Werkstatt Innenentwicklung» ein. Rund 60 Personen, Jung und Alt, Neuzuzüger und «lebendes Inventar des Dorfes», Gewerbetreibende und Private nutzten die Chance und widmeten sich folgenden Fragen: Wo besteht Potenzial für Verdichtung und bauliche Veränderung? Welche Gebiete und Quartiere sind für die Menschen und das Dorf prägend – und vor tiefschürfender Veränderung zu schützen? Welche zentralen Aspekte sollen bei der Ortsplanung zwingend berücksichtigt werden?

Die ersten Fragen wurden anhand grosser Karten, in denen die Planungsexperten ihre Ideen eingezeichnet hatten, diskutiert. Dabei zeigte sich: Das Interesse ist riesig, die Meinungen sind vielfältig und Mehrheiten nicht leicht zu finden. Dennoch gab es Resultate: Die Bevölkerung ortet im Gemeindegebiet Balterswil, das auch noch mehr ungenutzte Flächen bietet, das grössere Potenzial für Veränderung als in Bichelsee, wo indes mehr ältere Bauten stehen. Eine Verdichtung entlang der Hauptstrasse findet mehr Zustimmung als in Quartieren und manche Gebiete sowie die Grünflächen, vor allem bei den Schulen, sollen «einfach bleiben, wie sie sind». In Summe ergaben sich dennoch nur vergleichsweise kleine Änderungen an den Plänen – was für die Arbeit der Planer spricht.

Bezüglich der wichtigsten Wünsche für die Zukunft formulierten die Teilnehmer den Erhalt des dörflich-ländlichen Charakters, genug öffentliche Parkplätze, eine vernünftige Verkehrsplanung bezüglich Ruhe in den Quartieren und flüssigen Durchgangsverkehr sowie den Verzicht auf allzu wuchtige Häuser. Zudem wurden – auf separatem Papier – zahlreiche «Einzelwünsche» der Bevölkerung an den Gemeinderat gestellt, die nicht direkt mit der Innenentwicklung zu tun haben, aber doch unter den Nägeln brennen.

Der Gemeinderat und die Planungsspezialisten haben es nun in der Hand, wie sie mit den Ideen und Wünschen der Bevölkerung umgehen werden – und man darf gespannt sein, welche bei der Orts- und Zonenplanung letztlich tatsächlich berücksichtigt werden und werden können.

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