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Das Bichelseer Landhaus öffnet wieder

An der Budget-Versammlung informierte der Gemeinderat über die Liegenschaft Landhaus. Für das Restaurant konnte er bereits einen neuen Pächter finden, der am Sonntag in seinen Betrieb einlädt.
Roman Scherrer
Das Restaurant Landhaus ist ab Dezember wieder geöffnet. (Bilder: Roman Scherrer)

Das Restaurant Landhaus ist ab Dezember wieder geöffnet. (Bilder: Roman Scherrer)

Selten ist es der Fall, dass an einer Gemeindeversammlung jemand zum Protokoll der letzten Versammlung das Wort ergreift. Am Donnerstagabend tat dies aber einer der 126 Stimmbürger in der Balterswiler Lützelmurghalle. Für ihn war das Protokoll in einer zu kleinen Schrift abgedruckt. Man werde sich dieser Sache annehmen, versprach Gemeindepräsident Beat Weibel.

Kontroverse Diskussionen brachten die Traktanden der Budget-Versammlung nicht hervor. Das Einbürgerungsgesuch einer Deutschen Staatsangehörigen wurde grossmehrheitlich gutgeheissen.

Zu den Kreditanträgen für die Strassensanierungen «Höfli-Niederhofen» und «Hägler» über 200'000 respektive 239'000 Franken hatten die Bichelseer ebenfalls nichts einzuwenden.

Denkmalpflege intervenierte

Der Gemeinderat nutzte die Versammlung, um über den aktuellen Stand im Fall der gemeindeeigenen Liegenschaft Landhaus zu informieren. Denn ursprünglich beabsichtigte der Gemeinderat, das Haus zu sanieren, damit unter anderem die seit Jahren leer stehende Wirtewohnung separat vermietet werden kann.

Im vergangenen September hätten die Stimmbürger dazu über einen Kredit von 1,4 Millionen Franken befinden sollen. Aus der Abstimmung wurde aber nichts. Denn das kantonale Amt für Denkmalpflege stellte Teile der geplanten Arbeiten infrage – unter anderem die vorgesehene Aussentreppe.

Der für die Liegenschaften zuständige Gemeinderat, Urban Brühlwiler, machte weitere Beispiele:

«Die Türen in der Wohnung sieht der Denkmalschutz als so wertvoll an, dass sie nicht nur erhalten, sondern auch am gleichen Ort bleiben müssen.»

Urban BrühwilerGemeinderat Bichelsee-Balterswil

Urban Brühwiler
Gemeinderat Bichelsee-Balterswil

So musste der Gemeinderat beim Umbau nochmals über die Bücher. Nach verschiedenen Abklärungen hat man sich nun für eine minimale Sanierung entschieden, unter anderem im Badezimmer der Wirtewohnung.

«Die Kosten, die in diesem Jahr für den Umbau anfallen, betragen rund 70'000 Franken», erklärte Brühwiler. Vereinzelte kleine Unterhaltsarbeiten, etwa beim Gartensitzplatz, würden im kommenden Jahr ausgeführt.

Keine Diskussion über Budget

«Vielleicht haben Sie gesehen, dass im Landhaus bereits wieder Licht brennt», sagte Beat Weibel. Urban Brühwiler erklärte, man habe bereits per Anfang Dezember einen neuen Pächter gefunden. Dieser heisst Angelo Meloni und lädt die Gemeindebevölkerung am Sonntag zur Neueröffnung ins Landhaus ein.

Das Budget mit einem Minus von gut 250'000 Franken und der gleichbleibende Steuerfuss von 49 Prozent wurden einstimmig angenommen. Beat Weibel mahnte jedoch:

«Wir müssen eine Steuerfusserhöhung im Hinterkopf behalten.»

Beat WeibelGemeindepräsident Bichelsee-Balterswil

Beat Weibel
Gemeindepräsident Bichelsee-Balterswil

Im Anschluss wies er darauf hin, dass Fabian Heil für den Gemeinderat kandidieren wird. Durch den Rücktritt von Katharina Auer wird ein Sitz frei.

Zum Schluss informierte Paul Widmer, Präsident der Genossenschaft Wohnen im Alter Hinterthurgau, dass der Bau der geplanten Alterswohnungen an der Hauptstrasse voraussichtlich Anfang März 2019 starten kann.

Turnhalle erhält Solaranlage

Vor derjenigen der Politischen Gemeinde hielt die Schulgemeinde Bichelsee-Balterswil ihre Versammlung ab. Schulpräsident Daniel Stamm informierte dabei insbesondere über die Investitionen 2019.

Die Sanierung der Süd- und Innenhof-Aussenfassade im Lützelmurg-Zentrum ist mit 380'000 Franken budgetiert. Für die Erneuerung der Informatik plant die Behörde 100'000 Franken – gleich viel, wie für neues Schulmobiliar.

Dabei hatten die Bichelseer Schulbürger kaum Diskussionsbedarf. Ebenso wenig beim Vorhaben der Schule, eine Solaranlage auf dem Dach der Lützelmurg-Turnhalle zu bauen (unsere Zeitung berichtete). Bei der Montage sollen sich die Schüler an Projekttagen beteiligen.

Die Anlage ist mit einer Nettoinvestition von 160'000 Franken budgetiert. «Wir rechnen mit 20'000 Franken an Fördergeldern des Kantons», sagte Stamm. Die Solaranlage könne den Strombedarf des Zentrums Lützelmurg decken. Mit der Ersparnis respektive dem Verkauf von Strom könne man die Anlage in gut 20 Jahren amortisieren, so Stamm weiter.

Behörde entscheidet jetzt über Darlehen

Das gesamte Budget mit dem gleichbleibenden Steuerfuss von 98 Prozent hiessen die Bichelseer einstimmig gut. Gleiche Zustimmung erhielt die überarbeitete Gemeindeordnung. Dadurch muss die Schulbehörde nun die Aufnahme von Darlehen nicht mehr von der Versammlung genehmigen lassen, sondern kann selber darüber befinden.

Schulpräsident Stamm informierte im Anschluss über die Standortstrategie. «Wir wollen an den bisherigen Standorten festhalten», sagte er. Dies, obwohl man viele Varianten durchgespielt habe.

Daniel StammSchulpräsident Bichelsee-Balterswil

Daniel Stamm
Schulpräsident Bichelsee-Balterswil

Stamm sah sich auch veranlasst, mit dem Gerücht aufzuräumen, dass die Kinder im Rietwiesschulhaus künftig im Keller in den Kindergarten müssen:

«Der Keller wird wohnlich ausgebaut, damit die Kinder mehr Platz zum Spielen haben.»

Das Gerücht, dass eine Klasse von Bichelsee nach Balterswil verlegt werde, konnte der Schulpräsident nicht dementieren. Primarschulleiterin Brigitte Bellmont sagte, sie suche diesbezüglich nach einer Lösung und werde vor Weihnachten genauer informieren.

Daniel Stamm erläuterte zudem, dass gegen den Behördenentscheid, Ifwiler Schulkinder mit dem Linienbus nach Balterswil zu transportieren, Rekurs eingelegt wurde. Die Schulbehörde werde nun eine Stellungnahme abgeben, woraufhin der kantonale Rechtsdienst bis spätestens Ende Januar einen Entscheid fällen werde.

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