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Das Bichelseer «Landhaus »ist bereits wieder geschlossen

Das Restaurant Landhaus ist im Besitz der Politischen Gemeinde Bichelsee-Balterswil. Dessen Umbau und Vermietung ist für den Gemeinderat eine Leidensgeschichte.
Roman Scherrer
Wenige Monate nach der Neueröffnung des «Landhauses» weist ein Schild vor dem Eingang potenzielle Gäste ab. (Bild: Roman Scherrer)

Wenige Monate nach der Neueröffnung des «Landhauses» weist ein Schild vor dem Eingang potenzielle Gäste ab. (Bild: Roman Scherrer)

Spanische Spezialitäten und gutbürgerliche Schweizer Küche: Das Konzept das Angelo Meloni im vergangenen Dezember als neuer Wirt des Restaurant Landhaus in Bichelsee vorgestellt hatte, tönte vielversprechend. Wenige Monate später steht nun aber ein Schild vor der Eingangstür, auf dem die Aufschrift «vorübergehend geschlossen» zu lesen ist.

Bereits im Juli war das «Landhaus» geschlossen. Nicht etwa, weil Meloni in den Ferien war, sondern «aus gesundheitlichen Gründen», wie er auf Anfrage unserer Zeitung sagt. In der Mitteilung der Gemeinde Bichelsee-Balterswil, die Eigentümerin der «Landhaus»-Liegenschaft ist, heisst es hingegen: «Verschiedene Gründe führten zu diesem Schritt.»

«Mein ganzes Personal hat bereits neue Jobs gefunden.»

Für Angelo Meloni ist derzeit klar, dass er das Landhaus nicht weiterführen kann. «Ich suche jetzt einen Nachfolger», erklärt er. «Mein ganzes Personal hat bereits neue Jobs gefunden.» Da die Gemeinde Bichelsee-Balterswil Eigentümerin der «Landhaus»-Liegenschaft ist, gehe es nun darum, mit dem Gemeinderat eine «gesunde Lösung» zu suchen, wie Meloni sagt.

Mit der Gemeinde klären, wie es weiter geht

Laut Gemeindepräsident Beat Weibel ist der Mietvertrag bisher noch nicht aufgelöst worden. «Vertraglich gesehen könnte Angelo Meloni weiterhin wirten.» Am vergangenen Montag haben sich Meloni und der Gemeinderat erstmals getroffen, um abzuklären, wie es mit dem Landhaus weitergehen soll.

Die Liegenschaft Landhaus hält die Gemeindebehörde von Bichelsee-Balterswil seit mehr als einem Jahr auf Trab. Nachdem dort die Familie Perera rund zehn Jahre lang ihr Restaurant Smiling Elephant betrieben hatte, verlängerte sie den im Juli 2018 auslaufenden Vertrag mit der Gemeinde nicht mehr. Einerseits hätte die Gemeinde die bisherigen Mieter gerne behalten, andererseits musste sie die Liegenschaft sanieren – vor allem die Restaurantküche und die Gebäudetechnik.

Die Arbeiten am Haus hätten zudem dazu dienen sollen, dass die Gemeinde die damals seit Jahren leerstehende Wirtewohnung auch separat vermieten könnte. Weil der Wohnung eine eigene Küche und ein eigener Zugang fehlt, war dies nicht möglich. Im vergangenen September hätten die Bichelseer Stimmbürger über einen Kredit von 1,4 Millionen Franken für die «Landhaus»-Sanierung befinden sollen. Daraus wurde aber nichts. Denn das kantonale Amt für Denkmalpflege stellte Teile der geplanten Arbeiten in Frage – unter anderem die vorgesehene Aussentreppe. Nach diversen Abklärungen entschied sich der Gemeinderat schliesslich für eine minimale Sanierung.

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