Das ausgediente Kantonsspital in Frauenfeld wird abgebrochen – Corona-Notbetten werden nicht mehr gebraucht

Bis zu 200 zusätzliche Spitalbetten konnten im Bettenhochhaus Frauenfeld Ende März sehr kurzfristig geschaffen werden. Nun kann der Rückbau aber fortgesetzt werden. Das Bettenhochhaus wird nicht mehr gebraucht. Dies, da unterdessen in den Kantonsspitälern Kapazitäten für eine höhere Anzahl Covid-19-Patienten geschaffen werden konnten und sich die Fallzahlen auf einem anhaltend tiefen Niveau entwickeln.

Drucken
Teilen
Zivilschützer richteten das alte Kantonsspital mit bis zu 200 Betten ein.

Zivilschützer richteten das alte Kantonsspital mit bis zu 200 Betten ein.

Raphael Rohner

(lsf) Ende März hat Regierungsrätin Cornelia Komposch, Chefin des Kantonalen Führungsstabs, entschieden, den Abbruch des Bettenhochhauses in Frauenfeld zu stoppen und darin ein Covid-Zentrum mit bis zu 200 Betten einzurichten. Weil der Kanton von der Coronapandemie relativ wenig getroffen wurde, mussten die Betten nie in Betrieb genommen werden.

Im Spital Frauenfeld stehen derzeit...
12 Bilder
... Soldaten des Spitalbataillons 75 im Einsatz. Sie bereiten...
... den Altbau des Kantonsspital Frauenfeld für Patienten vor. Dabei ...
... reinigen und desinfizieren die Spezialisten akribisch jeden Zentimeter.
Unterdessen werden in einem anderen Stockwerk Bettenzimmer...
... für hunderte zusätzliche Patienten eingerichtet. Dabei stehen ...
... 32 Angehörige des Zivilschutzes im Einsatz. Es werden rund 200...
... zusätzliche Betten bereitgestellt. Die Behörden arbeiten ...
... Hand in Hand zusammen und suchen nach Lösungen.
Die Angehörigen des Zivilschutzes bringen die Spitaleinrichtungen ...
... auf über acht Stockwerke des alten Bettenturms des...
... Kantonsspitals Frauenfeld. Das Spital will hier Patienten unterbringen, die nicht mit dem Coronavirus infiziert sind.

Im Spital Frauenfeld stehen derzeit...

Bild: Raphael Rohner

Angehörige des Militärs und des Zivilschutzes richteten das Bettenhochhaus für Coronapatienten her. (Bilder: Raphael Rohner)

Die Chefin des Kantonalen Führungsstabes hat nun in Rücksprache mit dem Regierungsrat und der Spital Thurgau AG entschieden, dass der Rückbau des Bettenhochhauses fortgesetzt werden kann. «Wir sind dankbar, dass sich diese Option so kurzfristig realisieren liess. Noch dankbarer sind wir, dass wir nicht darauf angewiesen waren», sagt Cornelia Komposch, Chefin des Führungsstabes, gemäss einer Medienmitteilung.

Zivilschützer räumen Betten aus

Das Ausräumen der Betten beginnt am 9.Juni und dauert drei bis vier Tage. Bis zu 30 Zivilschutzangehörige der Region Frauenfeld werden im Einsatz sein, um alles zu demontieren und das Material zurückzuführen. Spätestens am 17.Juni kann die Spital Thurgau AG wieder über das Haus verfügen, die internen Arbeiten für die Übergabe vorantreiben und ab 1.Juli kann der Rückbau durch den Generalunternehmer Steiner AG aufgenommen werden.

Auch die Stadt Frauenfeld begrüsst diesen Entscheid gemäss Mitteilung ausdrücklich: «Wir haben den Bezug des Bettenhochhauses angesichts der Bedrohungslage unterstützt und bedanken uns bei allen Beteiligten für den grossen Einsatz. Nun sind wir erleichtert, dass die so geschaffene Kapazität nicht benötigt wurde und die Weiterentwicklung des Kantonsspitals Frauenfeld in den vorgesehenen Bahnen weiter vorangetrieben werden kann», sagt Stadtpräsident Anders Stokholm.

Mehr zum Thema

Bis zu 200 zusätzliche Betten: Im ausgedienten Frauenfelder Spital-Bettenhochhaus wird eine Corona-Notfallstation eingerichtet

Das alte Bettenhochhaus des Kantonsspitals Frauenfeld wird wieder in Betrieb genommen. Die Kapazität wird Stufe um Stufe hochgefahren. So sollen im Endausbau total 200 zusätzliche Betten für Corona-Patienten zur Verfügung stehen. Der Abbruch des Bettenhochhauses wird bis mindestens Anfang Juli verschoben, aufgrund der Notlage ohne Kostenfolgen für den Kanton.