Dank regionalem Alterskonzept sollen Unterthurgauer Senioren noch zufriedener werden

Die Überarbeitung des Alterskonzepts der Region Diessenhofen steht bevor. Basis dafür bildet eine Umfrage mit guter Rücklaufquote.

Thomas Brack
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Regionale Alterskommission: Diessenhofens Stadtpräsident Markus Birk, der Basadinger Gemeinderat Roman Herter, die Schlatter Gemeindepräsidentin Marianna Frei und Klaus Engel, ehemaliger Beeichsleiter Langzeitpflege St.Katharinental.

Regionale Alterskommission: Diessenhofens Stadtpräsident Markus Birk, der Basadinger Gemeinderat Roman Herter, die Schlatter Gemeindepräsidentin Marianna Frei und Klaus Engel, ehemaliger Beeichsleiter Langzeitpflege St.Katharinental.

(Bild: Thomas Brack)

«In einigen Punkten ist der Zeitpunkt reif, das Konzept zu überarbeiten.» Das sagte Diessenhofens Stadtpräsident Markus Birk kürzlich an einer Presseinformation zum Stand des regionalen Alterskonzepts. Das bisherige Planpapier stammt aus dem Jahr 2003 und wurde unter der Ägide des damaligen Stadtrats Heinz Bogo erarbeitet. Birk attestierte den damals Verantwortlichen ausgezeichnete Arbeit. Er sagt:

«Das Ziel des überarbeiteten Konzepts ist eine regionale Lösung.»

Bis zur zweiten Hälfte 2020 soll das Leitbild vorhanden sein. Im Fokus stünden die Förderung des betreuten Wohnens und die Schaffung einer Anlaufstelle für Altersfragen.

Grundlage für die nächsten Schritte bildet eine Umfrage unter den Senioren der Region. Es wurden insgesamt 943 Fragebögen verschickt, die Rücklaufquote von fast 50 Prozent mit 391 war erfreulich.

Es braucht Ehrenamtliche und auch Professionelle

Besonders attraktiv fanden die über 65-Jährigen die Angebote der Pro Senectute, der Landeskirchen und der Vereine. Deren Leistung zu differenzieren sei schwierig, oft würden der Gemeinnützige Frauenverein, die Pontoniere oder der Fussballclub erwähnt, sagte Klaus Engel, ehemaliger Bereichsleiter Langzeitpflege St.Katharinental. Aktivitäten wie ein Treffpunkt ohne Konsumationszwang, eine Wandergruppe, ein Tanzkurs oder Vorträge würden vermisst.

Als erfreuliche Tatsache kristallisierte sich heraus, dass der weitaus grösste Teil der Befragten ihre Lebensqualität als gut bis sehr gut bezeichneten. Als bedeutsam für das Wohlbefinden wurden hohe Autonomie, Gesundheit, Mobilität finanzielle Sicherheit und Familie, Freunde sowie Bekannte genannt. Man ist zufrieden mit den Wohnverhältnissen. Altersgerechte Wohnungen seien gleichwohl gefragt. 90 Prozent der Befragten gaben an, bei guter Gesundheit am liebsten daheim zu wohnen.

«Der unbezahlten Freiwilligenarbeit ist zu verdanken, dass viele Betagte lange zu Hause bleiben können.»

Das betonte die Schlatter Gemeindepräsidentin Marianna Frei. Natürlich sind aber professionelle Dienstleister vonnöten. Für viele Teilnehmer der Umfrage ist die Finanzierung von Heimaufenthalten ein Problem. Die Mehrheit zieht betreutes Wohnen dem Heim vor. Begrüssen würden viele eine zentrale Anlaufstelle für Fragen rund ums Alter.