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Dampf am Horizont

Der Verein Pro Dampfer stellte in Schaffhausen das Schiffsmodell vor, das von den Schleppversuchen im deutschen Potsdam zurückgekehrt ist. Die Kosten des Projekts belaufen sich auf mindestens zwölf Millionen Franken.
Thomas Güntert
Die Visualisierung zeigt den geplanten Raddampfer des Vereins Pro Dampfer, wie er bergwärts die Diessenhofer Rheinbrücke passiert. (Bild: PD)

Die Visualisierung zeigt den geplanten Raddampfer des Vereins Pro Dampfer, wie er bergwärts die Diessenhofer Rheinbrücke passiert. (Bild: PD)

Ursprünglich plante die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh), die MS Stein am Rhein 2020 zu ersetzen. Das Ziel war, einen 50 Meter langen und sechs Meter breiten Raddampfer mit einer Antriebsleistung von 200 Kilowatt als Ersatz für das Kursschiff zu bauen. Diesem Projekt verschrieb sich der Verein Pro Dampfer. Obwohl die URh keine Änderung in der Flottenzusammensetzung mehr plant, hält der Verein am Projekt fest.

Nun sollten die theoretischen Berechnungen durch Schleppversuche mit einem Schiffsmodell bestätigt werden. Hierfür stellte der Kanton Schaffhausen eine Anschubfinanzierung von 60'000 Franken.

Rund 200 Schaulustige, überwiegend Vereinsmitglieder, kamen am Montagabend zur Transportfirma Holenstein ins Schaffhauser Gewerbegebiet, wo das rund sieben Meter lange Schiffsmodell mit den speziellen Schaufelrädern im Massstab 1:7 enthüllt wurde, mit dem die Schleppversuche gemacht worden waren.

Hansjörg Lang, Vizepräsident des Vereins Pro Dampfer. (Bild: Reto Martin)

Hansjörg Lang, Vizepräsident des Vereins Pro Dampfer. (Bild: Reto Martin)

Hansjörg Lang, Gemeindepräsident von Mammern und Vizepräsident des Vereins Pro Dampfer, berichtete von den Schleppversuchen, die er im Mai zusammen mit dem Schiffsplaner Bernhard Utz in Potsdam begleitet hatte.

In einem 300 Meter langen Kanal wurde berechnet, wie viel Energie benötigt wird, um das Schiff mit 300 Passagieren den Rhein hinauf zu bewegen und ob diese Leistung mit einer Holzpelletfeuerung erreicht werden kann.

Obwohl der Energieverbrauch überproportional anstieg, je schneller gefahren wurde, wurde eine Geschwindigkeit von 22 Kilometern pro Stunde erreicht. Mit den positiven Ergebnisse kann das Projekt nun von der Abklärungs- in die detaillierte Planungsphase übergehen.

Finanzierung ist eine weitere Hürde

Die Grobkostenschätzungen für das Dampfschiffprojekt belaufen sich auf mindestens zwölf Millionen Franken. Bisher sind rund eine Million Franken durch Kleinaktionäre zusammengekommen. Der Verein ist zuversichtlich, dass sich nebst Gemeinden auch die Kantone Thurgau und Schaffhausen daran beteiligen. Lang sagt:

«Ich rechne damit, dass jeder Kanton mindestens zwei Millionen Franken gibt.»

Remo Rey, Geschäftsführer der URh bemerkte, dass die Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein dem Dampfschiffprojekt zwar positiv gegenüberstehe, sich finanziell aber nicht daran beteiligen könne. Der Vereinsvorsitzende Raimund Hipp will nun die Finanzierung der ersten Projektphase sichern, in der eine klimaneutrale Dampfmaschine entwickelt werden soll.

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