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Dampferfreunde tagen auf dem Untersee und Rhein

Grosses Interesse zeigten die Präsidiumsmitglieder der Dampferfreunde-Vereinigungen am Neubauprojekt für ein modernes Dampfschiff «Schaffhausen».
Während der Fahrt erklärte Präsident Raimund Hipp (Dritter von rechts) Geschichte und Geografie der Untersee-Rhein-Strecke. (Bild Mario Gavazzi)

Während der Fahrt erklärte Präsident Raimund Hipp (Dritter von rechts) Geschichte
und Geografie der Untersee-Rhein-Strecke. (Bild Mario Gavazzi)

(red) Der 24. Mai ist ein wichtiger Tag in der Geschichte der Schifffahrtslinie zwischen Kreuzlingen und Schaffhausen. An jenem Datum im Jahre 1967 verkehrte der Dampfer «Schaffhausen» letztmals vom Heimathafen nach Romanshorn in den Abbruch. Dampferfreundlich gesinnte Menschen haben Monate zuvor versucht, dieses Schiff zumindest vor der Verschrottung zu retten.

Vergeblich, die Jahresversammlung der Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein entschied für das Verschwinden. Jener Gruppe, die das Schiff erhalten wollten, kommt das Verdienst zu, die schweizweit erste Rettungsaktion für einen alten Dampfer initiiert zu haben.

Vor dem Verschwinden bewahrt

Szenenwechsel. Sie heissen zum Beispiel «La Suisse» auf dem Lac Léman, oder «Neuchâtel» auf dem gleichnamigen See. Im Berner Oberland sind es die legendäre «Blümlisalp» und «Lötschberg». Oder auf dem Vierwaldstättersee die schnelle «Gallia», weiter östlich sind es die «Stadt Rapperswil» auf dem Zürichsee oder die schmucke «Greif». Und erst recht auf dem Bodensee die «Hohentwiel».

Südlich des Gotthards treffen wir auf den Namen «Piemonte». Was diesen Namen und einigen mehr gemeinsam sind: Sie stehen für Dampfschiffe, die man nicht zuletzt dank der Rettungsaktion für die «Schaffhausen» nach den Geschehnissen 1967 vor dem Verschwinden bewahren konnte.

Was am Rhein trotz viel guten Willens misslang, feierte andernorts umso schöneren Erfolg. Auf verschiedenen Seen und Flüssen konnten die letzten Zeugen dieser geschichtsträchtigen Verkehrsmittel technisch und baulich saniert werden. Auch im anbrechenden Sommer geniessen Tausende von Menschen lebendige Technik aus früheren Zeiten.

Es benötigte viele Anläufe und die Gründung von Vereinen sowie Stiftungen, welche diese Zeitzeugen in Zusammenarbeit mit den Schifffahrtsbetrieben als Eigner der Schiffe erhalten. Und gemeinsam sammelten und beschafften sie Millionen von Franken, um diese Sanierungen durchzuführen.

Gastgeber Verein Pro Dampfer

Überall dort, wo noch solche schwimmenden Denkmäler in Betrieb sind, helfen Dampferfreunde-Organisationen mit, diese am Leben zu erhalten. Jährlich mindestens einmal findet eine Delegiertenkonferenz von Vertretern dieser Vereinigungen statt. Gastgeber 2019 war der Verein Pro Dampfer. Präsident Raimund Hipp und sein Vize Hansjörg Lang begrüssten die aus fast allen Landesteilen angereisten Mitglieder.

An Bord der MS «Schaffhausen» fand die Sitzung statt und man fand auch Zeit, die Schönheiten von Untersee und Rhein auf der Thurgauer wie der Deutschen und der Schaffhauser Seite zu bewundern. Im ersten Teil der Fahrt weilte Roger Forrer als Verwaltungsratspräsident der Schifffahrtsgesellschaft unter den Gästen.

Besprochen wurden Themen rund um die Bewilligungsverfahren, Revisionen und die Beschaffung von Spenden. Zum Aufgabenkreis der Zukunft zählt das Gewinnen neuer Mitglieder. Wie bei vielen Kulturorganisationen ist auch bei den Dampferfreunden die Generationenablösung ein Problem. Unter den beteiligten Vereinigungen sucht man gemeinsam nach Lösungen.

Grosses Interesse zeigten die Teilnehmenden am Projekt des neuen Dampfschiffes für Rhein und Untersee. Mit diesem Projekt kehrt die Dampferfreunde-Bewegung nicht nur an den Ursprungsort zurück. Mit Pro Dampfer macht sie einen wichtigen Schritt in die Zukunft, das mit Blick auf eine neue «Schaffhausen», die möglichst klimaneutral betrieben werden soll.

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