Steckborn
Dampferfreunde hoffen auf Zustupf aus TKB-Millionen

Die 10. Jahresversammlung des Vereins Pro Dampfer fand am Samstag im Feldbach Steckborn statt. Im Zentrum der Veranstaltung stand das neue Schiff.

Margrith Pfister-Kübler
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Das Modell des neuen Dampfschiffs stösst auf grosses Interesse.

Das Modell des neuen Dampfschiffs stösst auf grosses Interesse.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

«Wir sind mit Volldampf unterwegs», sagte Präsident Raimund Hipp zur Eröffnung der Jahresversammlung des Vereins Pro Dampfer. Es war einer dieser Samstage, die mit Schneeregen die Leute unwillkürlich dazu animieren, zu Hause zu bleiben. Doch bei den Pro-Dampfer-Leuten machte es klick. Sie strömten zuhauf nach Steckborn zur 10. Jahresversammlung und zur Besichtigung des Dampfschiffmodells in den Baer-Nautik-Ausstellungsräumen. Präsident Hipp konnte rund 100 Mitglieder und diverse Gäste begrüssen, darunter auch Stadtpräsidenten Roland Toleti. Kurz und prägnant begrüsste Toleti und bekam dafür einen umso längeren Applaus, auch weil die Stadt den Apéros spendete.

Trotz Corona sei «intern», da meinte Präsident Hipp den Vorstand mit technischen und finanziellen Experten, niemand im Stuhl gelegen, sondern da wurde auf alle Auslöser gedrückt. Er blendete zurück auf Präsentationen des Dampfschiffmodells, Gespräche mit dem Bundesamt für Verkehr und Schifffahrt, mit Präsident Hipp, Ingenieur Christoph Meier, Remo Rey, Geschäftsführer der URh und Herbert Rispy, Geschäftsführer der Werft URh. Sämtliche technischen Herausforderungen und Lösungsvorschläge wurden von den Fachleuten in der Feldbachhalle mit Power vorgestellt.

Die Erkenntnis, dass die heutigen technischen Anforderungen und Sicherheitsvorschriften entscheidend für den Erfolg sind, leuchtete nach diesen Präsentationen allen ein. Peter Optiz, technischer Beirat, sagte: «Die Manövrierbarkeit bei Ausweichmanövern ist sehr anspruchsvoll.» Ein spezieller Blick gilt dem Unfallschutz, mit Blick auf den tödlichen Unfall einer Taucherin im Rhein. Am Beispiel eines Schwimmers wurde aufgezeigt, wie über Kameras das Schutzsystem aktiviert wird, so wird beim Schaufelrad ein Schutzkäfig und ein Abweisrechen ausgefahren. «Innerhalb einer Sekunde, und dabei bleibt das Schiff voll manövrierfähig», so Peter Opitz. Ein Hauptanliegen sind auch die Kosten. Gehofft wird, dass das Dampfschiffprojekt etwas von den TKB-Millionen abbekommt.

Die Jahresgeschäfte gingen zügig über die Bühne. Jahresbericht, Rechnung 2021 mit einem Gewinn von 3396 Franken, das Budget 2022 mit 60 000 Franken, wurden einstimmig genehmigt. Der gesamte Vorstand wurde mit Applaus wiedergewählt.

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