Damit in Pfyn alle alle kennen

Sieben Sitze, drei Bisherige und fünf Neue – das ist die Ausgangslage für die bevorstehenden Gemeinderatswahlen in Pfyn. Am Montagabend stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten den Stimmbürgern an einer Wahlveranstaltung vor.

Christof Lampart
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Grosse Runde, viele Meinungen: Diese neun Damen und Herren wollen für die kommende Legislatur im Gemeinderat mitwirken. (Bild: Christof Lampart)

Grosse Runde, viele Meinungen: Diese neun Damen und Herren wollen für die kommende Legislatur im Gemeinderat mitwirken. (Bild: Christof Lampart)

Den Infoabend auf die Beine stellten die SVP Pfyn, deren Präsident Erich Schaffer, der auch zusammen mit Thomas Müller die Gesprächsleitung vor über 70 Zuhörern in der Pfyner Trotte übernahm. Dass mit Beatrice Zuberbühler, Beat Kälin, Karin Grossglauser (alle parteilos und aus Pfyn) und Monika Sonderegger (parteilos, Dettighofen) sich gleich vier Neulinge aufs politische Parkett wagen, fand Schaffer einleitend bemerkenswert.

«Es ist ein gutes Zeichen dafür, dass sich die Leute im Dorf wohlfühlen.»

Der Fünfte im Bunde der Neulinge ist im Grunde genommen ein alter Politfuchs, handelt es sich doch um den Grünen Kantonsrat Mathis Müller aus Pfyn. «Komplettiert» wurde die Kandidatenschau durch die vier Bisherigen, Jacqueline Müller (Gemeindepräsidentin/Planung und Finanzen, parteilos), Walter Thürig (Vize-Gemeindepräsident, CVP), Hansueli Ott (Werke, SVP) und Roger Knuchel (Tiefbau und Anlagen, parteilos).

Kontinuität soll gewahrt bleiben

Jacqueline Müller betonte, dass sie auch nach zwölf Jahren motiviert sei, die Geschicke Pfyns zu leiten. «Ich bin nicht amtsmüde», erklärte die 55-Jährige. Es gelte in den nächsten Jahren den Steuerfuss endlich zu senken, nämlich von heute 65 auf mindestens 60 Prozent, so Müller.

Auch Walter Thürig erklärte, dass er gerne noch vier Jahre dranhänge. Denn zum Einen gelte es, im Gemeinderat die Kontinuität zu wahren, und zum Anderen stünden beim Hochbau anspruchsvolle Veränderungen an, die es zu bewältigen gelte. Hansueli Ott erläuterte, dass er sich eben erst richtig ins neue Ressort eingearbeitet habe. Der 60-jährige Ott:

«Das war eine ziemliche Knochenarbeit, zumal es viele neue Vorschriften gibt. Die erste Hürde ist nun geschafft, jetzt möchte ich auch noch die zweite und dritte nehmen.»

Auch Roger Knuchel möchte eine weitere Amtszeit im Gemeinderat bleiben. «Mein Beruf als Aussendienstmitarbeiter gibt mir viele Freiheiten, um das Amt gut auszuüben.»

Was die persönliche Verfügbarkeit betrifft, so sahen sich auch alle neuen Kandidierenden durchwegs in der Lage, das Amt ohne Abstriche auszuüben. Während Beat Kälin als selbstständiger Unternehmer die aktive Förderung des Gewerbes als sehr wichtig taxierte und erklärte, sich fürs Sicherheitsressort zu interessieren, betonte Umweltexperte Mathis Müller, dass Pfyn ihm als Heimat am Herzen liege und er sich primär für den Erhalt von Natur und Gemeinschaft und der Förderung alternativer Energien einsetzen wolle.

«Ich bin motiviert, im Dorf etwas zu bewegen», erklärte auch Monika Sonderegger. In welchem Ressort sie das tun wolle, liess sie bewusst offen, denn: «Man muss flexibel sein, wenn man in ein Amt gewählt wird.»

Verfügbarkeit ist für niemanden ein Problem

Und Karin Grossglauser erklärte, nach ihrer Motivation befragt: «Es ist wichtig, dass man seine Stärken und Talente nicht nur für sich selbst, sondern auch für andere braucht.» Sie selbst sei es sich gewohnt, vernetzt zu denken und könne sich schnell einen Überblick verschaffen, unabhängig vom Ressort.

Beatrice Zuberbühler sagte, dass sie dadurch, dass sie in der Baukommission der Mehrzweckhalle mitarbeiten durfte, Gefallen und Interesse an der politischen Arbeit gefunden habe. «Ich habe heute wirklich die Kapazitäten, um mich in vieles hineinzuarbeiten; das Ressort Soziales würde mich interessieren.»

Pfyner Gemeindepräsidentin will es nochmals wissen

Seit 20 Jahren gibt es die politische Gemeinde  Pfyn mit Dettighofen. Seit elf Jahren ist Jacqueline Müller deren  Präsidentin. Obwohl ihr verkopfte Experten bei Bund und Kanton Sorge bereiten, will sie weitermachen.
Stefan Hilzinger

Marcel Hug wird Ehrenbürger von Pfyn

An der Gemeindeversammlung in Pfyn stand nicht der gute Rechnungsabschluss 2017 im Mittelpunkt, sondern die drei vergebenen Ehrenbürgerrechte.
Andreas Taverner