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Münchwilerin und Lommiserin arbeiten seit 40 Jahren für die Spitex

Christine Pascale und Bernadette Schwarz lieben ihren Beruf trotz aller Herausforderungen. Seit 40 Jahren kümmern sie sich im Hinterthurgau um Alte und Kranke, privat sind sie beste Freundinnen.
Christoph Heer
Bernadette Schwarz aus Münchwilen und Christine Pascale aus Lommis arbeiten seit 40 Jahren für die Spitex-Dienste in Münchwilen. (Bild: che)

Bernadette Schwarz aus Münchwilen und Christine Pascale aus Lommis arbeiten seit 40 Jahren für die Spitex-Dienste in Münchwilen. (Bild: che)

Solche Mitarbeiterinnen sind heute selten. Ihre Treue zum Pflegeberuf und zum selben Arbeitgeber währt nun seit vier Jahrzehnten. Unzählige Klienten haben sie in den Hinterthurgauer Gemeinden betreut, gepflegt, aber auch in den Tod begleitet: Bernadette Schwarz aus Münchwilen und Christine Pascale aus Lommis.

«Wir sind beide 60-jährig, da zwickt es halt schon mal da und dort.»

Beide haben sich für den gemeinsamen, beruflichen Weg entschieden, was daraus entstanden ist, ist mehr als nur eine Freundschaft. Nach ihren Ausbildungen zur Hauspflegerin EFZ haben sie sich mit zahlreichen Weiterbildungen zu unverzichtbaren Pflegefachfrauen entwickelt – man kennt sie, man mag sie.

Stets gut gelaunt, fröhlich und motiviert, werden sie oft mit Engeln verglichen und so sind sie auch, auch wenn es ihnen selber für einmal gar nicht so gut geht. Mittlerweile sind sie beide 60-jährig, da zwicke es halt schon mal da und dort, sagen die beiden und lachen.

Anfänge im Krankenpflegeverein

Es ist hauptsächlich die Freude an der Arbeit mit Menschen, die ihnen schon vor 40 Jahren gefallen hat. «Und dazu kommt die Vielseitigkeit der Pflege zu Hause, unser Interesse an der Entwicklung der Hilfe und Pflege zu Hause, das Soziale, das Wirtschaftliche und stets die gute Zusammenarbeit im Team», sagt Bernadette Schwarz – und Christine Pascale ergänzt: «Wir würden beide auf jeden Fall wieder den genau gleichen Weg einschlagen.»

Ende der 70er-Jahre, damals noch für den Krankenpflegeverein Münchwilen-Eschlikon, begann ihre Karriere, die bis heute andauert. Gestritten haben sich die beiden nie, gleicher Meinung müsse man ja deswegen nicht immer sein, aber: «Dass wir uns einmal gezofft haben, daran können wir uns nicht erinnern», sagt Schwarz.

40 Jahre am gleichen Ort, das braucht Ausdauer und Motivation. Christine Pascale sagt, dass es auch immer wieder Veränderungen gegeben hat. «Nur schon die Wechsel vom damaligen Krankenpflegeverein zur Spitex Münchwilen-Eschlikon und erst kürzlich zur Spitex Regio Tannzapfenland haben uns gefordert.» Und nicht zu vergessen die Fusion mit den Spitex-Diensten aus Bichelsee-Balterswil und Sirnach.

«Der Tod kann auch etwas Schönes sein, eine Erlösung. Auch für uns, wenn wir den Klienten über längere Zeit begleitet haben.»

Die Augen der beiden Frauen leuchten, wenn sie sich an die vergangenen Jahrzehnte erinnern. Ihre spürbare Motivation? Noch heute auf 100 Prozent.

Pflegepersonal wird häufig gefordert. Physisch und vor allem auch psychisch. Für Schwarz und Pascale nie wirklich ein Problem. Sie wissen sich abzugrenzen. Mitfühlen ja, mitleiden nein. «Der Tod kann auch etwas Schönes sein, eine Erlösung», ist Pascale überzeugt. Schwarz stimmt zu. «Auch für uns, wenn wir den Klienten über längere Zeit begleitet haben.»

Die beiden Frauen schwärmen voneinander, bezeichnen sich als beste Freundinnen. Gegenseitig bezeichnen sie sich als loyal, grossherzig, ehrlich und witzig. Eine Freundschaft also, die bestimmt noch Jahrzehnte andauern wird.

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