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CVP Frauenfeld diskutierte über Digitalisierung im Gesundheitswesen

Die CVP Bezirk Frauenfeld fokussierte bei ihrem dritten Anlass zum Thema Digitalisierung auf den Wandel im Gesundheitswesen. Als Gast in Hüttwilen referierte Jürg Lindenmann vom Verband Digitale Gesundheit.
Blick in einen Operationssaal des Frauenfelder Kantonsspitals: (Bild: Reto Martin)

Blick in einen Operationssaal des Frauenfelder Kantonsspitals: (Bild: Reto Martin)

(pd) Der gut besuchte Saal im Rebgut Jäger in Hüttwilen zeigte, wie aktuell das Jahresthema Digitalisierung ist. CVP-Bezirkspräsident Stefan Geiges gab in seiner Begrüssung am vergangenen Mittwoch der Hoffnung Ausdruck, dass die Digitalisierung im Gesundheitswesen Patienten wie auch dem medizinischen Personal Vorteile bringe und nicht die Verwaltung zusätzlich belaste.

Jürg Lindenmann, Verband Digitale Gesundheit. (Bild: PD)

Jürg Lindenmann, Verband Digitale Gesundheit. (Bild: PD)

Für das Referat konnte Jürg Lindenmann, Präsident des Verbandes Digitale Gesundheit gewonnen werden. Er zeigte auf, in welchen Bereichen die Digitalisierung im Gesundheitswesen bereits Einzug gehalten hat. Mit der Einführung der Klinik-Informationssysteme seien die Spitäler mittendrin, während bei den Arztpraxen noch rund ein Drittel ihre Dossiers in Papier führe. Das elektronische Patientendossier sei aber nur ein Bereich der Digitalisierung. «Besonders Assistenzsysteme haben ein grosses Potenzial und sind bereits verbreitet», sagte er. Vor allem spürbar sei das in den Bereichen Therapie, Chirurgie sowie in der Pflegeassistenz. Weniger Zukunft sieht er im Bereich der Diagnose, wo Assistenzsysteme helfen, nicht aber den Arzt ersetzen können. Lindenmann ist überzeugt, dass die Digitalisierung keine grundlegende Veränderung des Gesundheitswesens herbeiführen werde, Prozesse aber weiter entwickelt werden müssten.

Zunahme an gläsernen Patienten?

Die anschliessende Diskussion mit dem Titel «Der gläserne Patient» fand unter der Leitung von Patrick Siegenthaler statt. Beat Frauchiger konnte als ehemaliger Chefarzt der Klinik Kantonsspital Frauenfeld aus einem reichen Erfahrungsschatz plaudern. Für ihn sei der Stand der Digitalisierung im Thurgau hervorragend. Dieser Meinung schloss sich Elisabeth Herzog Engelmann an, ehemalige Geschäftsleiterin der Krebsliga Thurgau. FDP-Kantonsrätin Ruth Kern führte aus Sicht der Apotheken aus, dass sie sich nicht einen gläsernen Patienten, sondern einen gläsernen Medikamentenplan wünsche. Durch die Digitalisierung könnten viele Abläufe vereinfacht werden.

SP-Kantonsrätin Marianne Sax zeigte auf, dass insbesondere bei den gesetzliche Grundlagen Lücken bestehen, da die Hausärzte nicht verpflichtet sind, das elektronische Patientendossier einzuführen. Auch das Thema Datenschutz und Datensicherheit wurde diskutiert. (red)

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r): Beat Frauchiger (SVP), Daniel Frey (CVP), Elisabeth Herzog Engelmann (CVP), Kantonsrätin Ruth Kern (FDP) und Kantonsrätin Marianne Sax (SP). (Bild: PD)

Die Teilnehmer der Podiumsdiskussion (v.l.n.r): Beat Frauchiger (SVP), Daniel Frey (CVP), Elisabeth Herzog Engelmann (CVP), Kantonsrätin Ruth Kern (FDP) und Kantonsrätin Marianne Sax (SP). (Bild: PD)

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