Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

CVP Frauenfeld debattiert über Sozialverträglichkeit der Digitalisierung

Am Dienstag führt die CVP Bezirks Frauenfeld den letzten Anlass zum Jahresthema Digitalisierung durch. Dabei stand die Frage nach der Sozialverträglichkeit im Zentrum. Im Inputreferat wurde aufgezeigt, was die Digitalisierung etwa in der Baubranche bedeuten kann.
Pläne für Baustellen wie hier beim Rechenzentrum Campus in Frauenfeld könnten in Zukunft computergesteuert funktionieren. (Bild: Donato Caspari)

Pläne für Baustellen wie hier beim Rechenzentrum Campus in Frauenfeld könnten in Zukunft computergesteuert funktionieren. (Bild: Donato Caspari)

(pd) In der ehemaligen Maurerlehrhalle in Frauenfeld durfte CVP-Bezirkspräsident Stefan Geiges eine interessierte Gästeschar begrüssen. Passend zum Veranstaltungsort nahm das Inputreferat die Digitalisierung im Baugewerbe und deren Folgen ins Visier. Als Referent für das Podium am Dienstagabend konnte Michael Schweiwiller gewonnen werden, Geschäftsleitungsmitglied der Firma Methabau in Amriswil.

Berufsbilder ändern sich oder verschwinden

Michael Schweiwiller, Geschäftsleitungsmitglied Methabau Amriswil und Referent am CVP-Podium (Bild: PD)

Michael Schweiwiller, Geschäftsleitungsmitglied Methabau Amriswil und Referent am CVP-Podium (Bild: PD)

Schweiwiller skizzierte, wie die Firma als Totalunternehmerin für einen Bau sämtlich Planungs- und Konstruktionsarbeiten in einer 3-D-Konstruktion ausführe. Danach werde dann, immer mit digitaler Unterstützung beziehungsweise Kontrolle, auch gebaut. Parallel zu den Arbeiten im Rohbau wird auch sämtliche Haustechnik fortlaufend eingebaut. Die Vision ist, papierlos bauen zu können. Das Lösen von Problemen und das Messen am Bau gehöre der Vergangenheit an. Schweiwiller verdeutlichte die Arbeitsweise am Bau des Airport-Hotels in Rümlang.

Die anschliessende Diskussion mit dem Titel «Digitalisierung – ist sie sozial-verträglich?» fand unter der Leitung von Marlise Bänziger statt. Bezüglich der Grundfrage herrschte weitgehende Einigkeit, die Sozialverträglichkeit sei gegeben, wenn die Mitarbeitenden die Bereitschaft zeigen, die Digitalisierung mitzutragen. Für die beiden Bauunternehmer Geiges (CVP) und Tschanen (SVP) ist klar, dass sie die Digitalisierung mit ihren Mitarbeitern bewältigen könnten, wäre da nicht der Druck der Sozialpartner, unter anderem durch den Gesamtarbeitsvertrag, der individuelle Lösungen verhindere. Klar sein aber auch, dass sich Berufsbilder änderten und sich die Schere zwischen den Fachspezialisten und den Hilfskräften öffne.

Protagonisten des Podiums: Stefan Geiges (CVP), Mathias Tschanen (SVP), Barbara Dätwyler (SP), Stefan Hanselmann (FDP) und August Keller (CVP). (Bild: PD)

Protagonisten des Podiums: Stefan Geiges (CVP), Mathias Tschanen (SVP), Barbara Dätwyler (SP), Stefan Hanselmann (FDP) und August Keller (CVP). (Bild: PD)

August Keller (CVP) ist die grösste Herausforderung, genügend qualifizierte Leute für den Planungsbereich zu finden. Dazu kommt, dass sich die Berufsbilder in den nächsten Jahren generell ändern und viele Berufe überflüssig würden, dies schaffe Unsicherheit.

Druck auf ältere Generation nimmt zu

Auch für Stefan Hanselmann (FDP) tragen die Mitarbeiter einen grossen Teil zur Digitalisierung, diese müssten offen sein für neue Arbeits- und Denkweisen. Aber der Druck auf ältere Mitarbeitende nehme zu. Barbara Dätwyler (SP) sieht vor allem die Arbeitgeber in der Pflicht. Diese müssen in die Ausbildung der Mitarbeiter investieren und auch genügend Infrastruktur zur Verfügung stellen. Die Politik muss entsprechend in die Bildung investieren und das Fundament für eine gute Grundausbildung auch im digitalen Bereich legen. (red)

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.