Coronavirus
Zweites Thurgauer Impfzentrum wird auf Bodenseeschiff eingerichtet

Ab dieser Woche wird in einem Impfzentrum in Frauenfeld gegen Covid-19 geimpft, ab dem 2. Februar zudem in Kreuzlingen, Arbon und Romanshorn. Damit es trotzdem nur eine weitere Infrastruktur braucht, wird das Impfzentrum auf der MS Thurgau eingerichtet, die auf dem Bodensee pendelt.

Larissa Flammer
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Auf der MS Thurgau gibt es ab dem 2. Februar Coronaimpfungen.

Auf der MS Thurgau gibt es ab dem 2. Februar Coronaimpfungen.

Bild: Andrea Stalder

Seit Dienstag ist das erste Thurgauer Impfzentrum auf dem Oberen Mätteli in Frauenfeld in Betrieb. Im Grossen Rat gab Gesundheitsdirektor Urs Martin am Mittwoch bekannt, dass ab dem 2. Februar auch in einem zweiten Impfzentrum Coronaimpfungen vorgenommen werden. Es wird auf dem Bodenseeschiff MS Thurgau eingerichtet und wird zwischen den Städten Kreuzlingen, Romanshorn und Arbon pendeln.

Der Umgang mit dem Impfstoff ist aufwendig und kompliziert. Mit der aussergewöhnlichen Lösung eines Impfzentrums auf einem Schiff muss der Kanton Thurgau nur eine Infrastruktur aufbauen, und kann trotzdem die Bevölkerung in drei verschiedenen Städten versorgen. Falls es später ein drittes Impfzentrum brauchen würde, wäre dieses in Weinfelden, sagte Martin.

Das erste Impfzentrum auf dem Oberen Mätteli in Frauenfeld.

Das erste Impfzentrum auf dem Oberen Mätteli in Frauenfeld.

Bild: Andrea Stalder

Hirslanden AG betreibt Thurgauer Impfzentrum

Der Gesundheitsdirektor gab den Kantonsrätinnen und Kantonsräten zudem bekannt, dass der Auftrag zum Betrieb des Impfzentrums extern vergeben wurde. Zum Zug kam die Privatklinikgruppe Hirslanden AG in Zürich, Martins ehemaliger Arbeitgeber. «Ich war bei diesem Entscheid im Ausstand», betonte der SVP-Regierungsrat.

Der Entscheid zur externen Vergabe erfolgte, weil die Aufgabe die eigenen Ressourcen des Kantons übersteige. Kriterium für die Vergabe war gemäss Martin unter anderem, dass der Anbieter möglichst viel eigenes Personal in den Thurgau bringen könne. So werde das Gesundheitsfachpersonal im Kanton nicht weiter belastet.

Mehr Informationen zum Betrieb des Impfzentrums gibt der Kanton heute Nachmittag an einer Pressekonferenz bekannt.