Coronapandemie
Noch kein Alleingang bei Zertifikatspflicht: Ostschweizer Gesundheitsdirektoren warten die Sitzung des Bundesrats ab

Die Situation in den Spitälern ist wegen Covid-19 weiterhin ernst. So sehr, dass sich die Ostschweizer Gesundheitsdirektorinnen und
-direktoren am Montagmorgen früh erneut in einer Videokonferenz beraten haben. Entscheidungen sollen aber erst nach der Bundesratssitzung vom Mittwoch gefällt werden.

Hans Suter Jetzt kommentieren
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Eine akute Erkrankung an Covid-19 kann tödlich oder mit Langzeitfolgen enden. Blick in die Intensivstation des Kantonsspitals Münsterlingen.

Eine akute Erkrankung an Covid-19 kann tödlich oder mit Langzeitfolgen enden. Blick in die Intensivstation des Kantonsspitals Münsterlingen.

Bild: Reto Martin (4.2.2021)

Wie sieht die aktuelle Lage in der Ostschweiz aus? «Nach wie vor sehr angespannt», sagt der Thurgauer Gesundheitsdirektor Urs Martin auf Anfrage.

«In allen Kantonen ist die Situation etwa ähnlich, aber ohne dramatische Verschlechterung.»

Der SVP-Regierungsrat präsidiert die Ostschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz.

Bundesratssitzung wird noch abgewartet

Regierungsrat Urs Martin, Gesundheitsdirektor des Kantons Thurgau.

Regierungsrat Urs Martin, Gesundheitsdirektor des Kantons Thurgau.

Bild: Ralph Ribi

Verschiedentlich war von Ostschweizer Gesundheitsdirektionen und zahlreichen Kantonsregierungen die Forderung nach einer Einführung der Zertifikatspflicht beispielsweise für den Besuch von Restaurants, Kinos, Fitnesscentern und publikumsintensiven Betrieben laut geworden. Nachdem der Bundesrat vergangenen Mittwoch diesem Anliegen aus fast allen Kantonen noch nicht gefolgt war, stand plötzlich ein Alleingang einzelner Kantone im Fokus. Bereits vergangenen Donnerstag hielt Urs Martin fest, ein Alleingang sei wenig erstrebenswert:

«Wir wollen wenigstens in den Ostschweizer Kantonen geeint auftreten.»

Vor diesem Hintergrund sei an der Videokonferenz am Montagmorgen festgehalten worden, die Bundesratssitzung vom Mittwoch noch abzuwarten und je nachdem über eigene Massnahmen zu entscheiden. Der persönliche Wunsch von Urs Martin bleibt der gleiche: «Ein koordiniertes Auftreten.»

Am Donnerstag wird sich die Ostschweizer Gesundheitsdirektorenkonferenz erneut beraten.

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