Coronamassnahmen

Thurgau begrüsst Verschärfungen des Bundes und geht noch einen Schritt weiter

Aufgrund der angespannten epidemiologischen Lage hat der Regierungsrat des Kantons Thurgau noch zusätzliche Massnahmen beschlossen.

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Der Kanton Thurgau betont in einer Stellungnahme nochmals die Wichtigkeit von Homeoffice.

Der Kanton Thurgau betont in einer Stellungnahme nochmals die Wichtigkeit von Homeoffice.

Christian Beutler / KEYSTONE

(tn) In einer Medienmitteilung begrüsst der Thurgauer Regierungsrat das Vorgehen des Bundesrats. Aufgrund der Lage im Kanton habe er aber noch weitere Massnahmen beschlossen:

  • An Veranstaltungen im Familien- und Freundeskreis (private Veranstaltungen), die an nicht öffentlichen Orten stattfinden, dürfen maximal 10 Personen (inklusive Kindern) aus höchstens zwei verschiedenen Haushalten teilnehmen. Die Beschränkung auf zwei Haushalte gilt nicht über die Weihnachtsfeiertage vom 24. Dezember bis zum 26. Dezember 2020.
  • Menschenansammlungen im öffentlichen Raum mit mehr als 10 Personen sind verboten.
  • Die Arbeitgeberinnen und -geber sorgen weiterhin dafür, dass die Arbeitnehmerinnen und -nehmer ihre Arbeitsverpflichtungen so weit als möglich von zu Hause aus erfüllen. Sie treffen zu diesem Zweck die geeigneten organisatorischen und technischen Massnahmen.
  • Der Betrieb von Bordellen und Erotiksalons ist verboten.
  • Die weiteren Massnahmen gelten bis und mit 22. Januar 2021.

Regierung appelliert an die Bevölkerung

In einer Stellungnahme ruft der Thurgauer Regierungsrat besonders gefährdete Personen dringend dazu auf, sich über die Festtage in Eigenverantwortung zu schützen:

«Die hohen Fallzahlen, der schweizweite Spitzenplatz bei der Reproduktionszahl sowie die hohe Auslastung der Betten auf der Intensivstation, verbunden mit der enormen Belastung des Spitalpersonals, haben den Thurgauer Regierungsrat dazu bewogen, weitere Massnahmen zu beschliessen.

Der Regierungsrat bittet daher die Thurgauerinnen und Thurgauer, diesen Weg mit der Regierung zu gehen: «Wir schaffen es nur gemeinsam, die Fallzahlen zu senken.»