Corona
Thurgauer Regierung fordert vom Bundesrat: Wer in die Schweiz einreist, soll ein Covid-Zertifikat vorweisen

Die Thurgauer Regierung lehnt die vom Bundesrat vorgeschlagenen Anpassungen zum internationalen Personenverkehr ab. Sie plädiert dafür, dass bei der Einreise das Covid-Zertifikat vorgewiesen werden soll. Für kurze Aufenthalte sollen aber Ausnahmen gelten.

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Geht es nach der Thurgauer Regierung, sollen Einreisende ein Covid-Zertifikat vorweisen müssen.

Geht es nach der Thurgauer Regierung, sollen Einreisende ein Covid-Zertifikat vorweisen müssen.

Bild: Pierre Albouy / KEYSTONE

Im Hinblick auf die Herbstferien will der Bundesrat ein wirksames Einreiseregime etablieren. Ziel ist es, Personen, die sich mit dem Virus angesteckt haben, rasch zu identifizieren und zu isolieren.

Der Bundesrat gibt zwei Varianten in Konsultation. Variante 1 setzt auf die wiederholte Testung von nicht-genesenen und nicht-geimpften Einreisenden. Sie sollen einen negativen Test bei der Einreise vorweisen müssen, egal woher sie kommen. Nach vier bis maximal sieben Tagen in der Schweiz soll ein weiterer, in der Schweiz durchgeführter Test verlangt werden. Das Resultat dieses zweiten Tests muss dem Kanton übermittelt werden. Beide Tests sind kostenpflichtig.

Variante 2 sieht ebenfalls vor, dass nicht-geimpfte und nicht-genesene Personen bei der Einreise ein negatives Testresultat vorweisen müssen. Anstelle eines zweiten Tests müssen diese Personen nach ihrer Einreise für zehn Tage in Quarantäne. Die Eingereisten können die Quarantäne nach sieben Tagen mit einem negativen Testergebnis aufheben.

Thurgauer Regierung lehnt beide Varianten ab

«Der Thurgauer Regierungsrat begrüsst den Grundsatz, wonach die Einreise in die Schweiz klar geregelt wird», schreibt die Thurgauer Exekutive in einer Mitteilung. Allerdings lehne sie beide Varianten in dieser Form ab. Vielmehr schlägt die Regierung vor, dass bei der Einreise ein Covid-Zertifikat vorgewiesen werden soll. Sie begründet:

«Dies würde die Kontrollen vereinfachen, weil Testresultate aus dem Ausland schwierig auf ihre Echtheit zu überprüfen seien.»

Zudem soll im kleinen Grenzverkehr die Ausnahmeregelung von 24 Stunden analog der in Deutschland angewendeten Regelung gelten.

Ausländer sollen Schweizer Zertifikat erlangen können

Auch bezüglich der Covid-Zertifikate hat der Bundesrat einen Vorschlag für eine Verordnungsänderung in die Vernehmlassung gegeben. Künftig sollen alle Personen, die mit einem von der EU zugelassenen Impfstoff im Ausland geimpft sind und die in der Schweiz Wohnsitz haben oder in die Schweiz einreisen, ein Schweizer Covid-Zertifikat erlangen können. Wie im angrenzenden Ausland soll der Zugang zum Zertifikat nicht auf sämtliche WHO-Impfstoffe ausgedehnt werden.

Der Thurgauer Regierungsrat unterstützt diese Anpassung, wie er mitteilt. Er fordert den Bund allerdings auf, zu prüfen, ob damit die Anerkennung des Schweizer Covid-Zertifikats durch die Europäische Union weiterhin garantiert ist. (red)

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