CORONA AN DER SCHULE
Virusvariante noch unbekannt: Weitere Coronafälle an der Frauenfelder Schulanlage Auen zwingen nächste Klasse in Quarantäne

In Frauenfeld sitzt seit Freitagvormittag wegen zwei Coronafällen eine weitere Oberstufenklasse in Quarantäne. Das ist kein Einzelfall.

Samuel Koch
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Die frisch renovierte Schulanlage Auen in Frauenfeld.

Die frisch renovierte Schulanlage Auen in Frauenfeld.

Bild: Andrea Stalder

Neuland betritt Claudio Bernold, Leiter der Frauenfelder Schulanlage Auen, nicht. Sowohl den Austausch mit dem Kantonsärztlichen Dienst als auch die Information an die Schülerinnen und Schüler sowie an die Lehrpersonen ist er sich mittlerweile gewohnt. Am Freitagvormittag hat Bernold einmal mehr in ein Klassenzimmer treten müssen, um eine sofortige Quarantänepflicht zu verkünden. Bernold sagt:

Claudio Bernold, Schulleiter Schulanlage Auen Frauenfeld.

Claudio Bernold, Schulleiter Schulanlage Auen Frauenfeld.

Bild: PD
«Wir informieren jeweils die Klasse und geben ihnen einen Elternbrief mit.»

Grund für die Quarantäne sind zwei positiv auf Covid-19 getestete Schüler innerhalb einer Klasse der 3. Sekundarstufe. «In einem solchen Fall müssen wir sie gemäss Anordnung des Kantons sofort in Quarantäne schicken», sagt Bernold. Bereits am Nachmittag fand für die besagte Klasse Fernunterricht von zu Hause aus statt. Geübt sind die Beteiligten seit dem Ausbruch der Pandemie auch darin. Um welche Virusvariante es sich handelt, sei derzeit noch nicht bekannt, meint Bernold.

Die eine Klasse geht, die andere kommt

Für eine weitere Klasse heisst es also ab sofort: zehn Tage Fernunterricht. Das ist kein Einzelfall in Frauenfeld. Bereits im Dezember mussten im «Auen» ganze Klassen in Quarantäne. Einen Monat später gar ein ganzer Jahrgang im «Reutenen» wegen eines Nachweises der britischen Coronamutation.

Eine andere Klasse der 3. Oberstufe im «Auen» kommt am Montag frisch aus der Quarantäne. «Es funktioniert alles gut, auch wenn die meisten Schülerinnen und Schüler lieber in die Schule zum Unterricht gehen», sagt Bernold. Angesteckt haben sich die infizierten Schülerinnen und Schüler vermutlich im privaten Umfeld, glaubt Bernold. Und er sagt:

«Es ist eine gewisse Coronamüdigkeit bei allen spürbar, was verständlich ist.»

An die verordnete Maskenpflicht in der Schule hingegen hielten sich bisher alle vorbildlich. Das zeige sich auch darin, dass bisher keine einzige Lehrperson an Corona erkrankt sei, meint Bernold. Zu allfälligen Massentests an Schulen will er sich indes nicht äussern.