Volleyball
Dem Meister den Meister gezeigt: Volley Amriswil gewinnt auch gegen Chênois souverän

Gegen den amtierenden Titelträger aus Genf ist Amriswil die deutlich bessere Mannschaft. Obwohl die Spielstände in den drei Spielabschnitten teilweise knapp sind, ist der 3:0-Sieg der Amriswiler hoch verdient. Für die Thurgauer ist es bereits der sechste Sieg im sechsten Spiel.

Bernhard Windler
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Quentin Zeller (links) und Facundo Imhoff gewinnen mit ihrem Block das Duell am Netz.

Quentin Zeller (links) und Facundo Imhoff gewinnen mit ihrem Block das Duell am Netz.

Mario Gaccioli

Sieben Monate sind es her, seitdem die favorisierten Amriswiler im Playoff-Final Chênois mit 1:3 in vier Begegnungen unterlegen waren. In der Zwischenzeit hat das Kader des Genfer Teams nicht nur kleine Änderungen, sondern schon fast einen Umsturz erfahren. Zwei der drei Akteure, die den Amriswilern am meisten wehgetan hatten, sind zwar noch dabei (Dia Brzakovic und Mitteangreifer Dejan Radic), aber vor allem der Schweizer Aussenangreifer Jovan Djokic fehlt im Team der Romands an allen Ecken und Enden. Alle anderen Stammspieler sind neu im Team des amtierenden Meisters.

In den Starting-Six war der von Star-Onex zugezogene Schweizer Kilian Eaton der Djokic-Ersatz. Der 22-jährige Aussenangreifer wurde in den anderthalb Sätzen, während der er auf dem Feld stand, vom Passeur sage und schreibe ein einziges Mal eingesetzt. Deshalb konnte sich der Amriswiler Block auf Brzakovic und Radic konzentrieren, was so gut gelang, dass Coach Pavlicevic seinen Dia Mitte des zweiten Satzes für den Rest des Spiels in die Ersatzspielerecke schickte.

Ausgeglichen, bis der Leader aufdreht

Der erste Satz war bis zum Stande von 17:17 äusserst ausgeglichen. Die Amriswiler lagen zwar meist mit zwei Punkten in Front, doch die Gäste liessen sich nicht abschütteln. Nachdem Mischa von Burg mit einem Kracher auf 18:17 gestellt hatte, schritt er zum Aufschlag und hämmerte zwei Asse ins Feld. Mit zwei weiteren guten Aufschlägen liess er die Genfer nicht in Abschlussposition kommen, was Björn Höhne und Milija Mrdak zu weiteren Punkten nutzten. Mit dem 22:18 war der Satz vorentschieden.

Im zweiten Durchgang sahen die Zuschauer vorerst ein überragendes Serramalera-Team. Doch nach dem 17:9 erfolgte ein wahrer Einbruch. Bei 22:22 war der Satzausgang völlig offen, ehe ein erfolgreicher Block die Platzherren wieder auf die Erfolgstrasse brachte.

Im dritten Satz führten die Genfer über weite Strecken. Nach dem 11:14 war es Quentin Zeller, der die Genfer mit harten Aufschlägen in die Defensive zwang und auf 15:14 stellte.

Chênois Chance auf Revanche im CEV-Cup

Noch zweimal konnte Chênois ausgleichen, doch am Schluss war es Diagonalangreifer Mrdak, der die endgültige Entscheidung bewerkstelligte. Übermorgen stehen sich die beiden Teams in Amriswil erneut gegenüber. Der Zufall wollte es, dass die beiden Schweizer Vertreter im CEV-Cup aufeinandertreffen.

Amriswil – Chênois 3:0 (25:20, 25:23, 25:22)

Tellenfeld – 550 Zuschauer – 1. Schiedsrichter: Francisco Droguett, 2. Schiedsrichter: Marcel Sieber.
Mannschaftsaufstellung Amriswil: Björn Höhne, Mischa von Burg, Milija Mrdak, Quentin Zeller, Facundo Imhoff, Dima Filippov, Ramon Diem (Libero).
Mannschaftsaufstellung Chênois: Kilian Eaton, Dejan Radic, Tom Liot, Corey Chavers, Maikel van Zeist, Strahinja Brzakovic, Etienne Hagenbuch (Libero).

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