Aadorfer Bürger bewilligen Rechnung und Budget an der Urne

Wegen der Coronakrise musste die Bürgergemeinde Aadorf ihre jährliche Versammlung absagen. 69 Bürgerinnen und Bürger folgten dem Ruf zur Urnenabstimmung.

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Die Bürgergemeinde Aadorf rief ihre Mitglieder ausnahmsweise an die Urne.

Die Bürgergemeinde Aadorf rief ihre Mitglieder ausnahmsweise an die Urne.

(Bild: Olaf Kühne)

(red/kuo) «Aus bekannten Gründen konnte heuer die Versammlung der Bürgergemeinde Aadorf nicht stattfinden», leitet Roman Engeler seine am Montag verschickte Medienmitteilung ein. Klar, dass der langjährige Aadorfer Bürgerpräsident die Coronakrise und das damit zusammenhängende Veranstaltungsverbot meint.

Roman Engeler Präsident der Bürgergemeinde Aadorf

Roman Engeler
Präsident der Bürgergemeinde Aadorf

(Bild: ZVG)

Indes sind Bürgergemeinden, wie auch politische und Schulgemeinden, gehalten, ihre Budgets jeweils bis Ende März absegnen zu lassen. Die Aadorfer Bürger waren folglich aufgerufen, über das Budget 2020 und die Rechnung 2019 für einmal an der Urne zu befinden. «Unter Einhaltung der gängigen ‹Coronaregeln› wie dosierter Zugang zum Foyer im Gemeindezentrum, Abstandseinhaltung oder Desinfektionsposten», wie Roman Engeler namens der Bürgerverwaltung schreibt.

Da ursprünglich die Bürgerversammlung sowieso auf den vergangenen Freitagabend angesetzt war, nutzten an diesem Tag 69 Stimmberechtigte diese Möglichkeit der Mitbestimmung und genehmigten sowohl den Abschluss 2019 wie das Budget 2020.

Die Jahresrechnung 2019 weist einen Gewinn von 360000 Franken auf, um rund das Dreifache besser als budgetiert. In diesem Ertragsüberschuss sind jedoch die als neutraler und ausserordentlicher Ertrag verbuchten Auflösungen von gewissen Rückstellungen sowie Akquisitionen von Waldparzellen enthalten. Ohne diese Sondereffekte hätte diese Rechnung im Rahmen des Budgets abgeschlossen werden können.

Der Voranschlag für das laufende Jahr rechnet mit einem Ertragsüberschuss von 110000 Franken, wegen des weiterhin schwächelnden Holzmarktes leicht tiefer als in den «Normjahren» üblich.