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Bundesrat Parmelin kommt in Diessenhofen zu spät

Am Donnerstagvormittag weilte Bundesrat Guy Parmelin im Rheinstädtchen. Im Studio des Lokalsenders Tele D stand die Aufzeichnung der Sendung «Prominenz zu Gast» an. Nur beim Wein haperte es.
Thomas Güntert
Diessenhofens Stadtpräsident Markus Birk im Gespräch mit Bundesrat Guy Parmelin im Studio von Tele-D. (Bild: Thomas Güntert)

Diessenhofens Stadtpräsident Markus Birk im Gespräch mit Bundesrat Guy Parmelin im Studio von Tele-D. (Bild: Thomas Güntert)

Der Schweizer Verteidigungsminister Guy Parmelin kam nicht wie erwartet mit dem Militärhelikopter, sondern mit der schwarzen Limousine. Er kam zu spät im Tele-D-Fernsehstudio an, blieb dafür aber etwas länger. Parmelin wurde 2015 als Nachfolger von Eveline Widmer-Schlumpf in den Bundesrat gewählt und führt das Eidgenössische Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS), wozu auch der Nachrichtendienst des Bundes gehört. Noch bevor es losging, ging der Magistrat in einen Small-Talk mit dem Diessenhofer Stadtpräsident Markus Birk, der ihm das älteste Lokalfernsehen der Schweiz vorstellte, das schon von über hundert Bundesräten besucht wurde.

In einem lockeren Gespräch mit TZ-Journalist Mario Testa als Moderator, wurde dann die Sendung «Prominenz zu Gast» aufgezeichnet. Parmelin berichtete über seine spannende Arbeit im Bundesrat und plauderte aus, dass jedes Mitglied bei den Bundesratssitzungen seine eigene Sprache spricht. Testa sprach ihn auch auf den Spesenexzess der Schweizer Armeespitze an, wo von teuren Partys und Frauen die Rede ist. Parmelin wies den Eindruck zurück, dass dabei einiges verheimlicht wurde.

Ein gutes Wort für den Kampfjet

«Das neue Spesenreglement muss man auch anwenden und kontrollieren», betonte der VBS-Vorsteher, der auch für die neuen Schweizer Kampfjets ein gutes Wort einlegte. «Eine Armee ohne Luftwaffe ist keine Armee», so Parmelin. Testa fragte, ob es in der Schweiz überhaupt noch Panzer und Infanterie brauche. Parmelin rief in Erinnerung, dass 1989 noch gar nicht so weit weg ist, als Europa noch geteilt war, und wies auf die noch nicht gefestigte Balkankrise und den Konflikt in der Ukraine hin. «Wir wissen nicht, was in 10 oder 20 Jahren in der Schweiz passiert», so Parmelin.

Warten auf einen Ostschweizer Bundesrat

Im Anschluss an die Fernsehaufzeichnung ging er im Gespräch mit der Thurgauer Zeitung auch auf die Bundesratskandidatur des Schaffhauser Regierungsrats Christian Amsler ein. Er wisse, dass die Bevölkerung der Ostschweiz das Gefühl habe, ihnen fehle etwas. Der letzte Thurgauer verabschiedete sich 1934 aus dem Bundesrat, und Schaffhausen hatte noch nie einen Bundesrat. Parmelin bemerkte, dass es kein Reglement gebe, betreffend regionaler Verteilung der Bundesratsmitglieder gebe. Er rief die Wahl in Erinnerung, als mit Simonetta Sommaruga und Johann Schneider-Ammann zwei Berner Bundesräte gewählt wurden. «Das waren für die Bundesversammlung die besten Kandidaten», so Parmelin.

Gemütliche Runde mit Stadtpräsident Markus Birk

Beim abschliessenden Apéro plauderte der Verteidigungsminister in gemütlicher Runde mit Markus Birk. Parmelin erzählte von seinem Kurzausflug mit seiner Frau nach Langrickenbach, wo er am 31. Juli die Ansprache zur Bundesfeier gehalten und seinen ehemaligen Nationalratskollegen Markus Hausammann besucht hatte. Der Bundesrat verglich den Thurgau mit seinem Heimatkanton Waadt, wo ebenfalls grosse Mengen Obst angebaut wird. Er war überrascht, als Mario Testa ihm erzählte, dass es im Thurgau sogar eine Apfelkönigin gibt, die nach der Miss Schweiz die bestbezahlte Miss im Land sei. Beim Thurgauer Wein musste Parmelin passen, den kenne er nicht. Er bemerkte jedoch, dass er auf seinen Reisen immer den Wein aus dem Kanton trinkt, in dem er sich gerade befindet. In Diessenhofen bekam er allerdings einen Schaffhauser Wein serviert.

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