Bürgler Gemeinderat präsentiert seine Legislaturziele

Die Exekutive der Gemeinde Bürglen hat ihre Legislaturziele definiert und verfeinert.

Hannelore Bruderer
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Die Bürgler Gemeinderäte mit Gemeindepräsident Kilian Germann in der Mitte. Die Exekutive hat ihre Legislaturziele besprochen.

Die Bürgler Gemeinderäte mit Gemeindepräsident Kilian Germann in der Mitte. Die Exekutive hat ihre Legislaturziele besprochen. 

(Bild: Hannelore Bruderer)

Die Legislaturziele sind das Planungsinstrument einer jeden Behörde. Entsprechend sorgfältig und intensiv hat der Gemeinderat Bürglen seine Ziele für die Zeit von 2019 bis 2023 in einem eintägigen Workshop definiert. Hohe Priorität wird der Revision der Ortsplanung zugewiesen.

Dieses Ziel sei von der vorhergehenden Legislatur übernommen worden, sagt Gemeindepräsident Kilian Germann, in dessen Ressort die Raumplanung angesiedelt ist. Strategiesitzungen und erste Begehungen hätten bereits stattgefunden, erklärt er.

Auch betreffend Öffentlichkeitsarbeit möchte Bürglen neue Wege beschreiten, dafür soll ein Konzept erstellt werden. «In unserer Gemeinde leben ganz unterschiedliche Menschen, die nicht alle über die gleichen Kanäle kommunizieren. Für diese Aufgabe die richtigen Mittel zu finden, ist deshalb nicht einfach», sagt der Gemeindepräsident.

Gleich lange Spiesse für alle

Gemeinderat Edwin Mettler betreut das Ressort Versorgung und Umwelt. Priorität in seiner Zielsetzung hat die Gleichbehandlung aller Strombezüger in der Gemeinde. Derzeit gibt es Abweichungen, weil die Ortsteile in der Gemeinde unterschiedliche Bezugsquellen haben.

Nicht nur, weil Bürglen dieses Jahr ein Fest zum 25-jährigen Bestehen der politischen Gemeinde feiert, ist für Gemeinderat Hans-Jürg Amrhein vom Ressort Kultur und Freizeit die bereits gute Zusammenarbeit mit den ortsansässigen Vereinen und Körperschaften als Ziel definiert, das gepflegt und ausgebaut werden soll. Ein starker Zusammenhalt soll auch künftig dazu beitragen, dass Bürglen für alle Einwohner lebenswert bleibt.

In Peter Eggers Ressort steht der Neubau des Werkhofs im Mittelpunkt. Dieser soll 2021 eingeweiht werden. Ferner wird, wie im Generellen Wasserversorgungsplan definiert, mit dem Neubau des Reservoirs Wertbühl eine nächste Etappe zum Ausbau und zur Sicherstellung der Wasserversorgung angegangen. Im Ressort Sicherheit, für das Franz Huber zuständig ist, gibt es derzeit wenig Handlungsbedarf. «Die Feuerwehr ist gut aufgestellt. Um dieses Niveau zu halten, liegt der Fokus auf Weiterbildung und der Förderung des Nachwuchses.»

Bedarf für familienergänzende Angebote klären

Wie in den umliegenden Gemeinden ist das Thema «Familienergänzende Kinderbetreuung» auch in Bürglen aktuell und deshalb als Legislaturziel im Ressort Gesellschaft definiert. Die zuständige Gemeinderätin Barbara Keller Foletti sagt dazu: «Es sind schon Angebote vorhanden. Bevor wir ein weiterführendes Projekt starten, werden wir eine Bedarfsabklärung bei der Bevölkerung durchführen.»

Gemeinderat Urs Trachsel betreut das Ressort Sozialwesen. In diesem Bereich sieht er Handlungsbedarf zur Abfederung der Kostenexplosion. Der Spielraum der Gemeinde im Sozialwesen sei zwar klein, räumt er ein. Sein Ziel sei es dennoch, für die Einwohner im Rahmen dieser Möglichkeiten optimale Bedingungen zu schaffen.

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