Budgetversammlung
Personalbesetzung wie vor 15 Jahren: Evangelisch Frauenfeld will bei den Pensen sparen, weil die Steuern zurückgehen

Finanzen, Wahlen und Liegenschaftenplanung: Das waren am Montagabend die Hauptthemen an der Budgetversammlung der evangelischen Kirchgemeinde Frauenfeld. Das Budget 2022 sieht einen Rückschlag von 344'000 Franken sowie einen unveränderten Steuerfuss von 27 Prozent vor.

Manuela Olgiati
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Die Versammlung in der evangelischen Stadtkirche bei einer Abstimmung.

Die Versammlung in der evangelischen Stadtkirche bei einer Abstimmung.

Bild: Manuela Olgiati

«Wir verfügen über gesunde Finanzen», sagte Kirchenpräsident Heinz Stübi. 76 Stimmberechtigte hörten ihm am Montagabend an der Budgetversammlung von evangelisch Frauenfeld zu.

Heinz Stübi, Kirchenpräsident evangelisch Frauenfeld.

Heinz Stübi, Kirchenpräsident evangelisch Frauenfeld.

Bild: PD
«Schwierig ist, die Entwicklung auf die Bedürfnisse unserer Kirchgemeinde abzuschätzen.»

Rückläufige Steuereinnahmen und Machbares zu verbinden, heisse, zu überprüfen. Das Budget 2022 schliesst bei einem Aufwand von 4,728 Millionen Franken mit einem Rückschlag von 344'000 Franken ab. Das Budget sowie den unveränderten Steuerfuss von 16 Prozentpunkten hiess die Versammlung gut. Die Steuerausfälle veranlasst die Kirchgemeinde, bei den Pensen zu sparen. Die Defizite wolle die Kirchgemeinde längerfristig nicht weiterführen. Wie Stübi ergänzte, soll die Kirchgemeinde wie bereits vor zehn Jahren mit 15 Vollstellen aufgestellt sein.

Synodale mit klaren Ergebnissen gewählt

Die anwesenden Mitglieder der Synode aus Frauenfeld für die Legislatur 2022 bis 2026.

Die anwesenden Mitglieder der Synode aus Frauenfeld für die Legislatur 2022 bis 2026.

Bild: Manuela Olgiati

Für evangelisch Frauenfeld nehmen in der Legislatur 2022 bis 2026 die Bisherigen Martina Bell-Hotz, Hans Ueli Ehrensperger, Stefan Hilzinger, Marianne Luginbühl, Bernhard Rieder und Hansruedi Vetsch in der Synode Einsatz. Neu gewählt wurden Paul Horber, Andreas Rippert, Anina Schwarz und Michael Tschumi.

Wie Stübi weiter ausführte, beeinflusse die Kündigung von Pfarrer Marcel Schmid per 31. Januar die Lösung in der Nachfolge: von bisher 100 auf neu 70 Stellenprozenten. Der Antrag der Kirchenvorsteherschaft, die Vorbereitung der Pfarrwahlen mitsamt der Installation einer Pfarrwahlkommission an die Kirchenvorsteherschaft zu delegieren, fand Zustimmung. Sympathisch war die Vorstellung von der Stellvertreterin des Pfarramtes Kurzdorf. Diese stand im Interview mit Pfarrer Hansruedi Vetsch Red und Antwort. Pfarrerin Rebecca Giselbrecht-Häfner tritt am 1. Februar 2022 mit einem 60-Prozent-Pensum ihr Amt an.

Die neue Pfarrerin Rebecca Giselbrecht-Häfner im Gespräch mit Pfarrer Hansruedi Vetsch.

Die neue Pfarrerin Rebecca Giselbrecht-Häfner im Gespräch mit Pfarrer Hansruedi Vetsch.

Bild: Manuela Olgiati

Unter Varia informierte Stefan Winkler, Präsident der Spezialkommission, über die geplante Sanierung des Kirchgemeindehauses. Er sprach von Optimierungen beim Eingang, dem Foyer, den WC-Anlagen und dem Saal. Winkler schätzt die Kosten auf rund drei Millionen Franken. Die Baupläne beinhalten anstelle der Wohnung Büroräume für die Kirchenverwaltung. Angedacht sei, das bisherige Bürogebäude an der Freiestrasse zu vermieten. Das weitere Vorgehen für ein Vorprojekt kommt im September oder November an die Urne. 2023 und 2024 gehe es bei Annahme weiter mit Planung und Umsetzung.

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