Buchsbaumzünsler ruiniert Wittenwiler Kreiselbepflanzung

Im Herbst fällt der Entscheid, wie der Wittenwiler Kreisel künftig gestaltet sein soll.

Kurt Lichtensteiger
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Die Buchsbäume sind abgestorben. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die Buchsbäume sind abgestorben. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Statt in sattem Grün präsentiert sich die Bepflanzung der beiden Kreisel im Bereich der Ein- und Ausfahrt der A1 von und nach Matzingen/Aadorf in lamentablem Zustand. Handlungsbedarf besteht und ist von den zuständigen Stellen auch schon zugesichert.

«Mich stört schon seit längerer Zeit die vom Buchsbaumzünsler abgefressene und ­danach abgestorbene Buchs­bepflanzung beim Kreisel in Wittenwil. Wir als Privatbesitzer von Gärten werden gebeten, unsere Pflanzen in Ordnung zu halten. Dies sollte doch auch für öffentliche Bepflanzungen gelten», sagt ein aufmerksamer Autofahrer aus Aadorf. Er ist kein einsamer Rufer, auch wenn die meisten Fahrzeuglenker ihr Augenmerk wohl eher dem rollenden Verkehr widmen als der Kreiselbepflanzung.

Eine andere Stimme – diesmal ein Beifahrer – schlug in dieselbe Kerbe. Ihm missfiel der unschöne Anblick des kniehohen Gebüsches, das seine Funktion als Blendschutz zwar erfülle, aber ästhetisch beileibe nicht als Schmuckstück bezeichnet werden könne.

«Wir sind uns des Problems bewusst. Die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers führte leider nicht zum erhofften Erfolg, zumal wir den Einsatz von Insektiziden stark einschränkten.»

Ein Augenschein vor Ort vermag diese beiden Ansichten zu bestätigen. Bei einer Rückfrage beim vermeintlich zuständigen Amt, dem Werkhof in Eschlikon, wurde auf das Tiefbauamt des Kantons Thurgau verwiesen, denn die Kreisel lägen auf Gemeindegebiet Matzingen. Zuständig für den Kreisel ist indes das Bundesamt für Strassen Astra, denn der Kreisel liegt auf dem Perimeter der Nationalstrasse A1, der sich bei den Anschlüssen jeweils bis zum ersten leistungsfähigen Knoten erstreckt. Im Auftrag des Astra übernimmt die Nationalstrassen-Gebietseinheit VI mit ihrem Werkhof in Oberbüren den Unterhalt des Kreisels. Auch dort wie an den vorangegangenen Amtsstellen gab der zuständige Werkhofleiter Patrick Bigger bereitwillig Auskunft: «Wir sind uns des Problems bewusst. Die Bekämpfung des Buchsbaumzünslers führte leider nicht zum erhofften Erfolg, zumal wir den Einsatz von Insektiziden stark einschränkten.»

Zusammen mit dem Astra als Eigentümer des betroffenen Wittenwiler Kreisels wird nach einer alternativen Bepflanzung gesucht. Noch sind die entsprechenden Abklärungen im Gange. «Der Entscheid dazu dürfte in den kommenden Herbstmonaten gefällt werden», heisst es von Seiten des Oberbürer Werkhofs.