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Interview

Brigitte Häberli: Die Ständerätin aus Bichelsee im Interview

Für Brigitte Häberli schmeckt Glück nach der frischen Morgenluft auf einer Bergtour. Früher wollte sie Lehrerin werden, aber heute würde sie gerne mal einen Tag in einer Konditorei mithelfen.
Tizian Fürer
Brigitte Häberli joggt am Waldrand beim Bichelsee. (Bilder: Andrea Stalder)

Brigitte Häberli joggt am Waldrand beim Bichelsee. (Bilder: Andrea Stalder)

Was hat Sie die letzte Woche besonders beschäftigt?

In den letzten Tagen haben mich vor allem eine der Vorlagen der eidgenössischen Abstimmung vom 19. Mai, nämlich die AHV- und Steuervorlage STAF, wo ich im JA-Komitee bin sowie das Rahmenabkommen mit der Europäischen Union beschäftigt.

Warum wohnen Sie in Bichelsee-Balterswil?

Es ist meine Heimat. Vor über 30 Jahren sind mein Mann und ich hierher gezogen und haben schnell viele Freunde gefunden. Hier durfte ich meinen politischen Weg als Gemeinderätin beginnen. So wie damals vor 20 Jahren darf ich stets auf die Unterstützung und das Vertrauen der Bevölkerung zählen.

Wenn Sie den Thurgau verlassen müssten, wohin würden Sie ziehen?

Ins Engadin. Dort fühle ich mich jedes Mal sehr geborgen.

Gibt es einen Lieblingsort für Sie im Thurgau?

Der Haselberg oberhalb unserer Gemeinde ist einer meiner Lieblingsplätze. Die Aussicht in die Alpen und die sanften Erhebungen des Hinterthurgaus sind von dort aus jedes Mal beeindruckend und wunderschön.

Was machen Sie, um gesund zu bleiben?

Ich bewege mich regelmässig, esse gut und mit Genuss und freue mich jeden Tag auch über kleine Dinge.

Haben Sie ein Morgenritual? Und wie sieht es aus?

Nein, Ich stehe auf und los geht’s.

Können Sie kochen? Was wäre Ihr aufwendigstes Gericht, das Sie kochen können?

Ich kann mässig gut kochen. Aufwendige Menus liebe ich nicht. Bei mir muss der Aufwand überschaubar bleiben und das Essen trotzdem gut schmecken.

Ihr Restaurant-Tipp lautet ...

Das Restaurant Krone in Balterswil. Bei Ruedi und Maria Bartel isst man sehr gut und wird stets herzlich willkommen geheissen.

Welches ist Ihre liebste Glace-Sorte?

Vanille, und da bin ich wahrscheinlich nicht die einzige.

Bratwurst mit oder ohne Senf.

Ohne. Eine St. Galler Bratwurst überzeugt ohne Senf.

Erzählen Sie uns Ihrem Haustier? Warum ist es so besonders?

Unser Hund ist leider vor einiger Zeit gestorben. Es war eine kleine lustige Terrierhündin, die wir aus einem Tierheim adoptiert haben. Sie hat uns viel Freude gemacht. Im Moment haben wir kein Haustier.

Zur Person

Brigitte Häberli wurde in Wetzikon am 23. August 1958 geboren. Sie machte die Ausbildung zur Kauffrau und arbeitete in Zürich. Seit über 35 Jahren lebt sie mit ihrem Mann in Bichelsee-Balterswil. 1996 trat sie ihre Aufgaben als Gemeinderätin an. 2003 folgte die Wahl in den Nationalrat, 2011 in den Ständerat.

Haben Sie ein Lieblingstier? Und was bewundern Sie daran?

Der Löwe. Dies ist mein Sternzeichen und zugleich das Thurgauer Wappentier. Eine Löwin ist stark und mutig, das gefällt mir.

Was haben Sie als Kind am liebsten gegessen?

Omeletten mit selbstgemachter Aprikosenkonfi von meiner Mutter.

Was hören Sie im Auto?

Radio SRF oder die Songs meiner Söhne, die mit ihrer Band JAR immer erfolgreicher unterwegs sind.

Was ist Ihr gefühltes Alter?

Ich weiss nicht, wie sich andere Menschen in meinem Alter fühlen. Ich fühle mich jedenfalls sehr gut, bin gesund und fit und voller Energie und dafür sehr dankbar.

Was nehmen Sie immer mit, wenn Sie aus dem Haus gehen?

Den Hausschlüssel und mein Handy.

Worauf freuen Sie sich an einem freien Wochenende?

Auf Bewegung in der Natur und auf einen gemütlichen Zmorge mit meinem Mann.

Worüber kann man mit Ihnen nicht reden?

Mit mir kann man über alles reden.

Lügen Sie manchmal? Bei welcher Gelegenheit

Eine kleine Notlüge kann schon mal vorkommen. Vor allem dann, wenn man damit jemanden nicht enttäuschen muss.

Wonach schmeckt Glück?

Nach frischer Morgenluft auf einer Bergtour.

Was liegt auf Ihrem Nachttisch?

Da liegen immer mehrere Bücher. Ich liebe spannende Krimis. Im Moment lese ich gerade im Buch von Rolf Holenstein «Ochsenbein, Erfinder der modernen Schweiz».

Mit welchem Menschen würden Sie gerne einen Tag lang ­tauschen?

In einer Konditorei würde ich gerne einmal einen Tag mithelfen. Ich liebe Süsses und backe selber gerne.

Haben Sie ein Vorbild?

Ich habe keine speziellen Vorbilder. Mich beeindrucken Menschen, die sich in der Freiwilligenarbeit engagieren und für uns alle unbezahlte Dienste leisten. Ihnen gehört ein grosser Dank!

In welchem Job wären Sie eine Fehlbesetzung?

In einem Pflegeberuf. Ich bewundere alle, die in einem dieser wichtigen Berufe arbeiten und Tag und Nacht im Einsatz sind.

Was sagt Ihre Mutter über Sie?

Meine Mutter ist sparsam mit Komplimenten, aber auch mit Kritik. Sie freut sich über meine Besuche und dann sprechen wir aber über unsere Familie und nicht über Politik.

Brigitte Häberli vor dem Gründerbrunnen der Raiffeisenbank.

Brigitte Häberli vor dem Gründerbrunnen der Raiffeisenbank.

Warum sind Sie keine ­Vegetarierin?

Ich esse auch Fleisch, jedoch nicht jeden Tag und wenn, dann solches aus tierfreundlicher und einheimischer Produktion.

Was schätzen Sie an Ihrem Partner besonders?

Seine Ruhe und Gelassenheit.

Ihr erster Traumberuf war?

Lehrerin. Mein Vater, der ein eige- nes Geschäft hatte, riet mir jedoch zu einer Kaufmännischen Ausbil- dung.

Wann können Sie ruhig ­einschlafen?

Wenn es allen Familienmitgliedern gut geht und meine dringendsten Pendenzen erledigt sind.

Wenn Geld kein Problem wäre, welches Auto würden Sie sich kaufen?

Ein kleines E-Auto würde mir vollauf entsprechen.

Welche Eigenschaften haben Sie von Ihrem Vater?

Meine Gelassenheit und innere Ruhe und auch die Freundlichkeit gegenüber allen Menschen.

Und welche von Ihrer Mutter?

Meinen Ehrgeiz und den Willen, etwas zu erreichen.

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