Braunauer Schulbürger bewilligen Rechnungsabschluss und Budget

Die Versammlung der Primarschulgemeinde Braunau war am Montagabend eine überwiegend heitere Veranstaltung. Einzig die Zukunft bereitet der Schulpräsidentin Sorgen.

Christoph Heer
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Schulleiter Martin Köstli zeigt Interessierten die umgebauten Schulräume. (Bild: Christoph Heer)

Schulleiter Martin Köstli zeigt Interessierten die umgebauten Schulräume. (Bild: Christoph Heer)

Es ist immer das selbe Prozedere an den Versammlungen. Zu Beginn müssen Stimmenzähler bestimmt werden, so natürlich auch an der montäglichen Primarschulgemeindeversammlung in Braunau.

Etwas ist hierbei jedoch anders, denn Schulpräsidentin Mathilda Halter lässt nicht darüber abstimmen, nachdem sie zwei Personen bestimmt hat. Vielmehr verdankt sie den Einsatz der beiden mit dem Aufruf, die beiden doch mit einem Applaus zu bestätigen. «Nach dem kräftigen Klatschen muss ich trotzdem nachhaken und fragen, ob es einen Gegenapplaus gibt.» Die ersten Lacher des Abends gehören der Präsidentin.

Von den 532 stimmberechtigten Braunauern nehmen 37 in der Turnhalle Platz. Das sei erfreulich, sagt Mathilda Halter, zählte der Souverän doch bei der gleichen Angelegenheit vor Jahresfrist lediglich 25 Personen. Rückblickend macht Halter auf die zwei grossen Ereignisse im vergangenen Jahr aufmerksam. «Die beiden Mietwohnungen im Haus Kindergarten wurden in Schulräume umgebaut und das 25-jährige Schulhausjubiläum erfreute jung und alt.»

Umbau erntet Lob

Während zweier Stunden vor Versammlungsbeginn wurde es den Stimmbürgern ermöglicht, die neuen Schulräume zu besichtigen. Nur lobende Worte sind hierbei zu vernehmen. Hell, gemütlich, angenehm oder zweckmässig, werden die zwei oberen Stockwerke bezeichnet. «Die Räume für die Bibliothek, Logopädie-, Heilpädagogik- und Sitzungszimmer wurden im ersten Obergeschoss und das Schulleitungsbüro, die Teamküche und der Aufenthaltsraum im zweiten Obergeschoss im Haus Kindergarten realisiert», sagt Mathilda Halter.

Zudem betont sie, dass die unerlässlichen feuertechnischen Sicherheitsmassnahmen angepasst und auch die Barrierefreiheit durch zwei Rampen erreicht worden sind. «Die Umbauphase war intensiv und brachte, nicht ganz unerwartet, Unvorhergesehenes an den Tag. In diversen Bereichen mussten demnach Mehrleistungen erbracht werden.» Die Bauzeit erfolgte von Mai bis Oktober 2018, die tadellose Effizienz aller Involvierten erfreut auch den Schulleiter. Martin Köstli sagt, dass die Bauzeit als hervorragend eingestuft werden darf.

Aus dem Ressort Finanzen berichtete Sonja Kassel von einem Ertragsüberschuss im vergangenen Jahr. Knapp 24000 Franken werden somit dem Eigenkapital (neu 422319 Franken) zugewiesen – einstimmig natürlich. Da der Steuerfuss bei 62 Prozent belassen wird, rechnet man im Budget für dieses Jahr bei einem Gesamtaufwand von 1,17 Millionen Franken mit einem Defizit von 57000 Franken.

Mathilda Halter mahnt indes vor einer düsteren Zukunft. «Der Finanzplan sieht gar nicht rosig aus. Ebenso machen uns die sinkenden Schülerzahlen Sorgen.» Dies belaste nicht nur die Schulbehörde, sondern auch das Team der Schule. «Für unser Lehrpersonal sind diese negativen Auswüchse nicht einfach, es werden sich Klassen mit noch drei Schülern ergeben», schloss Halter ihre Prognosen

BRAUNAU: Lehrerinnen erhalten Duschen

Die Primarschule braucht mehr Platz und will zwei eigene Wohnungen in Schulräume umbauen. Zu diesem Zweck haben die Stimmbürger am Montag einem Kreditantrag über 600000 Franken zugestimmt.
Roman Scherrer