Brand reisst Bewohner des Aadorfer Leimackerquartiers aus dem Schlaf – 25'000 Franken Schaden

In der Nacht auf Freitag brennt ein Kellerabteil eines Aadorfer Wohnhauses. Verletzt wird dabei niemand.

Kurt Lichtensteiger
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In der Nacht von Donnerstag auf Freitag steht die Aadorfer Feuerwehr bis halb zwei Uhr im Einsatz. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag steht die Aadorfer Feuerwehr bis halb zwei Uhr im Einsatz. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Die meisten Bewohner des Leimackerquartiers sind wohl kaum eingeschlafen, als sie kurz nach Mitternacht aus dem Schlaf gerissen werden.

Stimmengewirr und Motorenlärm machen sich breit, Fenster der umliegenden Häuser öffnen sich. Einige Neugierige erscheinen auf dem Schauplatz, halten jedoch gebührenden Abstand zum Ort des Geschehens ein. Der Motor des neuen Tanklöschfahrzeuges brummt und Scheinwerfer strahlen auf die Fassade des Brandobjekts, ein Mehrfamilienhaus an der Leimackerstrasse 2.

Leitungen zu den nahen Hydranten werden hastig gelegt, während sich eine Atemschutztruppe zum Einsatz bereit macht. Das scheint auch nötig zu sein, denn aus dem Untergeschoss dringt Rauch, der unangenehm in die Nase steigt.

Bewohner des betroffenen Mehrfamilienhauses verlassen eilend das Haus, nur mit dem Nötigsten bekleidet. Eine Frau hält ihr kleines Kind in den Armen und drückte es fest an sich, um dann gleich bei einer nahen Kollegin Aufnahme zu finden. Andere Mitbewohner halten sich fröstelnd in der Nähe des Brandplatzes auf und harren der Dinge.

Aus dem Sanitätsfahrzeug wird eine fahrbare Trage herangeschoben, um mögliche Verletzte aufzunehmen. Auf der Strasse erläutert der Einsatzleiter anhand eines Flipcharts die Lage. Plötzlich schiesst eine schwarze Katze wie eine Kugel aus dem Rohr aus dem Hauseingang und flüchtet in die Dunkelheit. Ins Freie wird auch ein mottender Knäuel gebracht und sogleich näher betrachtet. Es scheint, als handle es sich dabei um Isolationsmaterial.

Alles in allem ist kontrollierte Hektik auszumachen. Um halb zwei Uhr scheint der Spuk ein Ende zu haben. Die blinkenden Lichter des Feuerwehrautos werden ausgeschaltet, der Motor brummt nur noch leise. Es herrscht Aufräumstimmung. Ein kleineres Detachement der Einsatztruppe findet sich noch zu einem kurzen Feedback mitten auf der Strasse ein.

Am Freitag dann bestätigt die Kantonspolizei Thurgau auf Anfrage der «Thurgauer Zeitung», dass im betroffenen Mehrfamilienhaus in einem Kellerabteil ein Brand ausgebrochen ist. Dabei entstand ein Sachschaden von rund 25'000 Franken, Personen verletzten sich bei dem Ereignis indes nicht. Laut Kantonspolizei ist die Brandursache derzeit noch Gegenstand von Ermittlungen.

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