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Bombendrohung am Bergrennen Steckborn: Tatverdächtiger ermittelt

Das Bergrennen in Steckborn Ende September ist von einer Bombendrohung überschattet worden. Nun hat die Kantonspolizei Thurgau zusammen mit der Staatsanwaltschaft Kreuzlingen einen 50-jährigen Tatverdächtigen ermittelt. Es handelt sich um einen Deutschen. Er ist nicht geständig.
Ida Sandl
Schnittige Boliden und eine Bombendrohung: Das Bergrennen Steckborn machte dieses Jahr in mehrerlei Hinsicht Schlagzeilen. (Bild: Reto Martin)

Schnittige Boliden und eine Bombendrohung: Das Bergrennen Steckborn machte dieses Jahr in mehrerlei Hinsicht Schlagzeilen. (Bild: Reto Martin)

Nur einen Monat haben Polizei und Staatsanwaltschaft gebraucht, um den Tatverdächtigen zu ermitteln. Ein 50-jähriger Deutscher soll am Memorial Bergrennen in Steckborn mit einer Bombe gedroht haben. Die Drohung erfolgte per Telefon und anonym mittels einer Computerstimme. Der Verdächtige lebt auf der deutschen Seite des Untersees, er hat die Tat bis jetzt nicht gestanden. «Es besteht ein konkreter Tatverdacht», sagt Marco Breu, der Sprecher der Thurgauer Staatsanwaltschaft. Wobei auch hier die Unschuldsvermutung gelte.

Ein Schuldspruch hätte wohl ein finanzielles Nachspiel. Dann sollen dem Mann nämlich die Kosten für den Einsatz in Rechnung gestellt werden. Konkrete Zahlen dazu gebe es noch nicht. «Die gesamten Kosten des Polizeieinsatzes lassen sich erst im Verlauf des Verfahrens beziffern», stellt Breu klar. Nach der anonymen Bombendrohung am 23. September war die Polizei mit einem Grossaufgebot und Spürhund vor Ort, um nach gefährlichen Gegenständen zu suchen. 300 Menschen wurden kurzzeitig in Sicherheit gebracht.

Die Straftat heisst
«Schreckung der Bevölkerung»

Der Verdächtige sitzt nicht in Untersuchungshaft. «Die aus heutiger Sicht angezeigten Beweissicherungen konnten jedoch stattfinden», erklärt Breu. Gegen den Mann wird wegen «Schreckung der Bevölkerung» ermittelt. Dass die Polizei so schnell einen Verdächtigen gefunden hat, verdankt sie auch der guten Zusammenarbeit mit den deutschen Behörden. Die Staatsanwaltschaft Kreuzlingen führt zwar das Strafverfahren, gewisse Untersuchungen müssen aber die deutschen Kollegen übernehmen. So dürfe eine Hausdurchsuchung in Deutschland nur von den dortigen Behörden gemacht werden.

Trotz Bombendrohung:
Es sieht nach schwarzen Zahlen aus

Hanspeter Ryser ist der Medienverantwortliche für das Memorial Bergrennen. Er ist erleichtert, dass ein Tatverdächtigen ermittelt wurde. «Für uns ist es wichtig, dass die Polizei in der Lage ist, jemanden zur Verantwortung zu ziehen.» Etwa zweieinhalb Stunden musste das Bergrennen nach dem Drohanruf unterbrochen werden. Alle Beteiligten hätten sehr verständnisvoll reagiert, sagt Ryser. «Wir sind einigermassen glimpflich davongekommen.» Trotz der Bombendrohung sehe es nach schwarzen Zahlen aus. Ryser schätzt, dass insgesamt etwa 7000 Menschen anwesend waren.

Was der Grund für die Bombendrohung sein könnte, weiss Ryser nicht.

«Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der sich gestört fühlt, zu so einem krassen Mittel greift.»

Das Memorial Bergrennen Steckborn findet nur alle drei Jahre statt. Vor dem Anlass laden die Organisatoren die Anwohner ein. «Wenn jemand ein Problem hat, suchen wir nach individuellen Lösungen.» Es gebe zwar kritische Stimmen, insgesamt stünden die Steckborner aber hinter dem Bergrennen.

Ziel ist, dass es in drei Jahren wieder ein Memorial Bergrennen gibt. Doch darüber entscheide die Mitgliederversammlung, sobald das finanzielle Ergebnis feststehe.

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