Bodensee-Schifffahrt
Passagierzahlen auf dem Bodensee sind noch weit entfernt von der Normalität

Nächsten Sonntag, 17. Oktober, geht die Schiffsaison 2021 der Schweizerischen Bodensee-Schifffahrt AG (SBS AG) zu Ende. Die Kursschiffe werden am Wochenende ein letztes Mal nach Lindau und Meersburg unterwegs sein. Die Linie Rorschach-Rheineck muss aufgrund von Niedrigwasser ein Wochenende früher als geplant eingestellt werden.

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Menschen geniessen die Fahrt auf der frisch renovierten MS St. Gallen der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt SBS.

Menschen geniessen die Fahrt auf der frisch renovierten MS St. Gallen der Schweizerischen Bodensee Schifffahrt SBS.

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Wie die SBS mitteilt, ist die Passagierfrequenz gegenüber dem Vorjahr um rund einen Fünftel auf 315'000 Passagiere gestiegen. Der Passagierzuwachs 2021 resultiert laut SBS ausschliesslich aus dem Ausflugsverkehr. «Mit einem Minus von 45 Prozent im Vergleich zum Fünfjahresschnitt ist das Unternehmen jedoch noch weit weg vom ursprünglichen Geschäftsniveau», heisst es weiter in der Mitteilung. Nun will die SBS das letzte Quartal mit dem Winterzauber auf der Hafenplattform in Romanshorn und einer Vielfalt an Themenschiffen weiter verbessern.

Grosse Herausforderung für das Personal

Die Fähre zwischen Romanshorn und Friedrichshafen beförderte per 12. Oktober 2021 mit 125'000 Passagieren gleich viele Personen wie im Vorjahr. Insbesondere die sich laufend ändernden Einreisebestimmungen zwischen Deutschland und der Schweiz sowie die abgesagten Messen in Friedrichshafen hätten verhindert, dass die Passagierzahlen auf das gewohnte Niveau zurückgekehrt seien.

 Markus Wilda, Marketing- und Verkaufsleiter der SBS.

Markus Wilda, Marketing- und Verkaufsleiter der SBS.

Bild: Reto Martin

«Auch unser Chartergeschäft nimmt langsam wieder Fahrt auf, liegt aber weiterhin rund die Hälfte hinter dem Fünfjahresschnitt», sagt Markus Wilda, Marketing- und Verkaufsleiter des Unternehmens.

«Seit Einführung der 3G-Regelung haben die Veranstalter wieder Planungssicherheit, was im Chartergeschäft entscheidend ist.»

Für das Personal habe die ausklingende Saison eine grosse Herausforderung dargestellt. Nach Ende des zweiten Lockdowns im April 2021 seien die Coronaregeln fast monatlich angepasst worden. (red)

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