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Bodensee: Die Schifffahrtssaison ist eröffnet

Am Samstag fand die Eröffnung der Schifffahrtssaison 2019 statt. Sechs Schiffe aus den drei Anrainerstaaten formierten sich zum Stern vor Friedrichshafen
Ernst Hunkeler
Die Bodenseeschiffe trafen sich zur Eröffnung in Sternformation. (Bild: Ernst Hunkeler)

Die Bodenseeschiffe trafen sich zur Eröffnung in Sternformation. (Bild: Ernst Hunkeler)

Das Sommerwetter des vorangegangenen Wochenendes hätte der Sternfahrt besser getan, als der den Samstag herrschende Mix aus Sturm und Regen. Die «Überlingen», die «Konstanz», die «Schwaben» (Deutschland), die «St. Gallen», die «Schaffhausen» (Schweiz) und die «Vorarlberg» (Österreich) schipperten also durch Regen und beachtlichen Seegang der Zeppelinstadt Friedrichshafen entgegen.

Für die thurgauisch-schaffhausische Schifffahrtsgesellschaft Untersee und Rhein (URh) reiste deren Flaggschiff «Schaffhausen» in den östlichen Obersee; mit Geschäftsführer Remo Rey als Gastgeber, Oberkapitän Urs Thaler, Kapitänsanwärter Martin Singer sowie Kassier Konstantinus Nikou samt etwa unentwegten 90 Passagieren an Bord. Unentwegt deshalb, weil die Wetterprognosen Winde bis 70 km/h und Regen versprachen.

Schaukeln trotz 180 Tonnen

So wunderte sich denn keiner im vollen Schiffsrestaurant, dass immer wieder Regentropfen über die Scheiben perlten. Trotzdem gab es Grüppchen von Kapuzenträgern, die sich die Schaumkronen und die blinkende Sturmvorwarnung vom Oberdeck aus ansahen – auf einer «Schaffhausen», die trotz ihrer 180 Tonnen zeitweise sogar beachtlich schaukelte. Ein wahres Kontrastprogramm zu den meisten früheren Sternfahrten, die unter blauem Himmel stattgefunden hatten. Um die Essenszeit zu überbrücken, drehte die «Schaffhausen» zwischen Münsterlingen und Meersburg gleichsam eine Warteschlaufe, ehe sie sich in den Pulk der sechs Schiffe einreihte, der Friedrichshafen anpeilte.

Dort waren zwei Stunden Landgang angesagt, welche die Passagiere bei einer Hafenführung, im Zeppelin-Museum oder am Stadtfest verbrachten, während die Kapitäne zum offiziellen Empfang geladen waren. Die Schiffe warteten derweil an den Quais, wobei die «Schaffhausen» dort ihrem Entstehungsort auf ein paar Steinwürfe nahe war: Es wurde 1968/69 im nahen Kressbronn gebaut.

Sektflaschen überreicht

Die Sonne hatte die Liegezeit genutzt, um sich durch die Wolken zu strahlen, und just, als die Kapitäne die sechs Schiffe vor Friedrichshafen zum Stern formierten, brach sie durch und tauchte die Szene in ein mystisches Licht.

Weil die Wellen abgeflaut waren, konnten sich die Schiffe entgegen allen Erwartungen bis auf wenige Zentimeter nähern, wobei traditionsgemäss Sektflaschen von Bug zu Bug gereicht wurden. Nach dem behäbigen Tanz der Bodensee-Pötte und der filigranen «Schaffhausen» spielten die Bordkapellen das Lied von der «Fischerin vom Bodensee», und Radiomoderator Roberto Kalin erklärte von der «Vorarlberg» aus die Schifffahrtssaison für eröffnet.

Doch damit war der Goodwill von Petrus erschöpft, und die sechs Schiffe fuhren im strömenden Regen dem Abend und ihren Heimathäfen entgegen.

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