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Eschlikon will grüner werden und dabei erst noch Geld sparen

Die Gemeinde beteiligt sich an einem Pilotprojekt des Kantons, welches die Aufwertung von Grünflächen vorsieht. Sie will dadurch die Biodiversität fördern und Betriebskosten senken.
Roman Scherrer
An der Kreuzung Tösstalstrasse/Stationsstrasse ist bereits eine Blumenwiese zu sehen. (Bild: Roman Scherrer)

An der Kreuzung Tösstalstrasse/Stationsstrasse ist bereits eine Blumenwiese zu sehen. (Bild: Roman Scherrer)

«Blühendes Eschlikon» – so hiess eine der Aktionen der Gemeinde Eschlikon zu ihrem 20-Jahr-Jubiläum 2017. Dabei sind unter anderem einige kleinere Grundstücke der Gemeinde wie Verkehrsinseln oder Rasenflächen neu bepflanzt worden. Daraus entstand etwa eine Rosenhecke oder eine Blumenwiese, welche derzeit noch heranwachsen.

Eschlikon soll aber noch grüner werden. Deshalb engagiert sich die Gemeinde im Pilotprojekt «Vorteil naturnah» des Amtes für Raumentwicklung des Kantons Thurgau. Eine Mitinitiantin des Projekts «Blühendes Eschlikon», welche in Kontakt mit den Kantonsbehörden stand, vermittelte die beiden Parteien einander. «Es lag dann auf der Hand, dass wir mitmachen», sagt der Eschliker Gemeindepräsident Hans Mäder. «Wir wollten ohnehin, dass die Massnahmen aus dem Projekt ‹Blühendes Eschlikon› nachhaltig sind. Nun können wir mit dem Kanton Synergien nutzen.»

Auftrag des Bundesrats

Synergien deshalb, weil der Kanton auf der anderen Seite mit der Pilotgemeinde Eschlikon ein Anschauungsbeispiel erhält. Das Projekt, mit welchem Grünräume in Siedlungsgebieten optisch aufgewertet und vor allem die Biodiversität gefördert werden sollen, will der Kanton nämlich künftig auch weiteren Gemeinden schmackhaft machen. Nicht zuletzt, weil der Bundesrat im vergangenen Jahr den «Aktionsplan zur Strategie Biodiversität» verabschiedet und damit die Kantone bei der Förderung der Artenvielfalt in die Pflicht genommen hat.

Von der Aufwertung der Grünflächen verspricht man sich in Eschlikon künftig geringere Unterhaltskosten. «Bei der Umgestaltung entstehen zwar Kosten. Es zeigt sich aber, dass naturnahe Grünflächen auf längere Sicht in der Pflege kostengünstiger sind», sagt Eveline Gisel, Projektleiterin beim Amt für Raumentwicklung des Kantons Thurgau. Gemeindepräsident Mäder veranschaulicht dies: «Eine Rasenfläche muss von Frühling bis Herbst mindestens einmal im Monat gemäht werden. Der Unterhalt einer Blumenwiese nimmt wesentlich weniger Zeit in Anspruch.»

Ergebnis nach zwei Jahren sichtbar

Allerdings dauert es nicht nur in Sachen Kosten eine Weile, bis die Massnahmen an den Grünflächen Früchte tragen werden. «Unmittelbar nach der Umgestaltung sehen die Flächen natürlich eher schlechter aus als vorher. Es dauert etwa zwei Jahre, bis man das Ergebnis sieht.»

Bei der Umsetzung hat sich Gemeinde Eschlikon die Unterstützung durch die Winterthurer Grüngold GmbH gesichert, welche auf die Gestaltung von naturnahen Aussenräumen spezialisiert ist. «Wir wollten, dass das Projekt professionell betreut ist. Unsere Werkhof-Mitarbeiter werden von der Grüngold GmbH darin geschult, wie die Grünflächen künftig unterhalten werden müssen», sagt Hans Mäder. In einem ersten Schritt hat das Winterthurer Unternehmen ausgewertet, welche Flächen in Eschlikon für eine Aufwertung in Frage kommen. «Es wurden nun 55 Flächen aus der Erhebung in einen Pflegeplan aufgenommen, in dem festgehalten wird wie diese naturnah gestaltet und gepflegt werden sollen», sagt Eveline Gisel. Für die ersten Schritte hat der Kanton einen Beitrag für die Erarbeitung der Grundlagen an die Gemeinde Eschlikon bezahlt. «Die Umsetzung finanziert aber die Gemeinde», sagt Gisel weiter.

Laut Eveline Gisel soll aber bereits in den nächsten zwei Wochen die Bepflanzung der ersten zehn Flächen in Angriff genommen werden. «Der grosse Wurf dürfte aber ab dem Frühling im nächsten Jahr erfolgen.»

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