Bildung
Weiterbildung für Lehrpersonen: In Hüttwilen ging es um das Thema Bewertung

Kürzlich trafen sich rund 100 Lehrpersonen aus dem Seebachtal und aus Mammern zusammen mit ihren Schulleitungen zu einer gemeinsamen Weiterbildung in Hüttwilen.

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Die Lehrpersonen während der Weiterbildung in Hüttwilen.

Die Lehrpersonen während der Weiterbildung in Hüttwilen.

Bild: PD

Im Zusammenhang mit der Einführung des neuen Lehrplans hat der Kanton Thurgau auf Beginn des Schuljahres 2021/22 ein neues Beurteilungsreglement in Kraft gesetzt. Die Thurgauer Schulgemeinden haben dazu einen Umsetzungsauftrag vom Amt für Volksschule bekommen. Innerhalb ihrer Schule soll eine abgestimmte Beurteilungskultur entwickelt werden. Als wichtigste Neuerung gilt, dass die Lehrpersonen in Zukunft vielfältige Beurteilungsformen anwenden und nicht mehr nur auf einen Prüfungsnoten-Durchschnitt abgestützt sind. Dabei geht es einerseits um Haltungen und Sichtweisen, andererseits um eine vielfältige Beurteilung gemäss dem neuen Lehrplan und den kantonalen Grundlagen. Die Beurteilung soll ein professioneller Ermessensentscheid der Lehrpersonen sein.

Ein Referententeam der Pädagogischen Hochschule Zürich-Unterstrass

Dass dies kein einfaches Unterfangen ist, zeigte schon der Titel des Eingangsreferates «Spannungsfelder kompetenzorientierter Beurteilung». Es liess erahnen, dass es nicht ein universelles Rezept gibt. Referent Matthias Gubler zeigte mit seiner Kollegin Melanie Dellsperger, beide von der PH Zürich, einerseits klare Fakten, andererseits aber auch kritisch zu hinterfragende Punkte der Beurteilung in den Schulen auf. Im «World Café» stellten sie diverse Fragen – zum Beispiel, ob die Selektion durch Beurteilung erfolgt. Diese Denkanstösse lösten intensive Diskussionen aus. Im Zentrum der neuen Bewertungskultur steht das Kind und wie es durch die Beurteilung optimal unterstützt werden kann.

Am Nachmittag hatten die Lehrpersonen Gelegenheit, sich in einem von vier angebotenen Workshops weiter mit der Thematik auseinanderzusetzen. Das Gehörte tauschten die Lehrpersonen anschliessend innerhalb der Schulhausteams aus. Dabei legten sie fest, mit welchen Fragestellungen sich die Teams weiter auseinandersetzen wollen oder sogar welche visionäre Ansätze weiterverfolgt werden. Mit einem kurzen Resümee von Gubler endete der intensive Weiterbildungstag. In nächster Zeit werden weitere Diskussionen sowie das Erarbeiten von abgestimmten Grundlagen in den einzelnen Schulgemeinden vonnöten sein. Dazu erhielten die Lehrpersonen an dieser Weiterbildung vielfältige Anregungen. (red)

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