Rangliste

9 der 300 reichsten Schweizer leben im Thurgau: Wer sie sind, wie sich ihr Vermögen verändert hat und weshalb sie so reich sind

Das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» kürt die 300 Reichsten der Schweiz – darunter sind 9 aus dem Kanton Thurgau. Das Gesamtvermögen der 300 Reichsten erreicht einen neuen Rekord, aber die Coronakrise hinterlässt ihre Spuren.

Sabrina Manser
Drucken
Teilen

707 Milliarden Franken besitzen die 300 Reichsten der Schweiz. Das ist ein Rekordwert. Innerhalb eines Jahres ist ihr Vermögen um 5 Milliarden Franken gewachsen. Klingt nach viel, ist es aber nicht. Im Vergleich zur letzten Dekade ist es mit 0,7 Prozent das geringste Wachstum, wie das Wirtschaftsmagazin «Bilanz» berichtet. Durchschnittlich stieg das Vermögen der Reichsten in den letzten zehn Jahren um 26 Milliarden Franken.

August von Finck

August von Finck

Bild: Imago Stock&people

1. Familie August von Finck

Auf dem ersten Platz im Thurgau steht Baron August von Finck mit seiner Familie. Das Vermögen des Schlossherrn aus Weinfelden beläuft sich laut «Bilanz» auf siebeneinhalb Milliarden Franken. Im schweizweiten Vergleich gehört er zu den zehn grössten Aufsteigern mit einem Vermögenszuwachs von etwa einer Milliarde.

2. Peter Spuhler

Peter Spuhler

Peter Spuhler

Bild: Gian Ehrenzeller / KEYSTONE

Platz zwei der Reichsten im Kanton holt sich Peter Spuhler mit einem Vermögen von fast dreieinhalb Milliarden Franken. Als Hauptaktionär des Schienenfahrzeugbauers Stadler Rail musste Spuhler im ersten Halbjahr eine Umsatzeinbusse von 16 Prozent hinnehmen. Doch die Auftragsbücher sind voll.

Joachim und Andreas Kohm

Joachim und Andreas Kohm

Bild: PD

3. Joachim und Andreas Kohm

Die Letzten auf dem Podest sind Joachim und Andreas Kohm mit einem Vermögen von fast eineinhalb Milliarden Franken. Die aus Horn stammenden Brüder werden von der «Bilanz» eher als Immobilienentwickler denn als Händler beschrieben. Die wichtigste Einnahmequelle bleibt der Handel mit Marken wie Amara Schmuck, Alba Moda, Cornelia.

Toto Wolff

Toto Wolff

Bild: Ozan Kose / AP

4. Toto Wolff

Der Stillstand am Anfang der Saison durch Corona war nicht einfach für Toto Wolff. Aber sie sei gut für die Persönlichkeitsentwicklung gewesen, meint der viertreichste Mann des Kantons. Er besitzt 30 Prozent des Mercedes-Teams in der Formel 1. Eine weitere Beteiligung sind die 30 Prozent am Formula-E-Team von Mercedes-Benz.

5. Arthur Eugster

Arthur Eugster

Arthur Eugster

Bild: PD

Weiter geht es mit Arthur Eugster, der fast 600 Millionen Franken schwer ist. Die weltweit führende Kaffeeautomatenkonzern Eugster/Frismag in Amriswil soll laut «Bilanz» jährlich fünf Millionen Maschinen herstellen. Drei Produktionsstätten stehen in der Schweiz, je eine in Portugal und China.

6. Uwe Holy

Der ehemalige Modeschöpfer Uwe Holy verdient sein Geld immer noch indirekt mit Textilien. Nämlich als Grossaktionär der Holy AG. Er und sein Bruder, der im Spätsommer verstorben ist, haben 1972 die Kleinschneiderei Hugo Boss zur Weltmarke gepusht. Heute ist Holy fast 300 Millionen Franken schwer.

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel

Bild: Franck Robichon / EPA

7. Sebastian Vettel

Desaströs war das Jahr von Sebastian Vettel. Sein Arbeitgeber Ferrari hat ihm gekündigt, Topplatzierungen gab es selten. Nächste Saison wird er für Aston Martin fahren. Hier landet Vettel mit 300 Millionen Franken Vermögen auf Platz sieben.

Hermann Hess

Hermann Hess

Bild: Andrea Stalder

8. Hermann Hess

Das Geschäft von Hermann Hess läuft trotz Corona gut. Der fast 250 Millionen schwere Thurgauer ist Besitzer und Verwaltungsratspräsident der gleichnamigen Immobiliengruppe. Schlechter lief es bei seiner Bodensee-Schifffahrtsgesellschaft SBS. Diese litt unter der behördlichen Stilllegung, dann unter wenigen Kunden.

Hanspeter Ueltschi

Hanspeter Ueltschi

Bild: Thi My Lien Nguyen

9. Hanspeter Ueltschi

Vom Lockdown profitiert hat der Letzte in dieser Runde. Hanspeter Ueltschi hat ein Vermögen von knapp 250 Millionen und ist Verwaltungspräsident und Inhaber des Nähmaschinenherstellers Bernina in Steckborn. Prognosen für das Jahr 2020 gibt es zwar noch keine, jedoch sind viele Modellreihen ausverkauft.