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Biertrinken für Frauenfelder Klapperstörche

Ein Jahr lang hat das Brauhaus Sternen sein Storchenbier Adebar Amber verkauft. Jetzt hat es der Organisation Storch Schweiz seinen ersten Check übergeben. Der Betrag von 800 Franken fliesst in die Unterstützung von Weissstörchen.
Tizian Fürer
Peter Enggist von «Storch Schweiz» nimmt den Check vom Brauhaus-Inhaber Stefan Mühlemann entgegen. Im Hintergrund das derzeit noch verwaiste Storchennest auf dem «Braui»-Kamin. (Bilder: Andrea Stalder)

Peter Enggist von «Storch Schweiz» nimmt den Check vom Brauhaus-Inhaber Stefan Mühlemann entgegen. Im Hintergrund das derzeit noch verwaiste Storchennest auf dem «Braui»-Kamin. (Bilder: Andrea Stalder)

Noch ist es ruhig über der Stadt Frauenfeld. Noch befinden sich die Störche auf Ausflug in südlicheren Gefilden. Der Winter ist für die derzeitige Abwesenheit der weissgefiederten Brauerei-Maskottchen verantwortlich. Doch seit der Horst 2015 auf dem Backsteinkamin mit Unterstützung des Sternen-Teams entstanden ist, kehrt das Klapperstorchenpaar spätestens im Frühling zurück.

«Hopfen» und «Malz» taufte Brauhaus-Inhaber Stefan Mühlemann die letzten beiden Störche liebevoll. Die Namen der neuen sind bisher noch unbekannt, sagte Mühlemann am Freitag bei der Checkübergabe an «Storch Schweiz»: «Wir freuen uns aber schon jetzt sehr auf die Rückkehr unseres Storchenpaares.»

Bier in der Hand, Storch auf dem Kamin

Seit einem guten Jahr ist das Bier Adebar Amber nun im Verkauf, das die Brauhaus-Brauer nicht nur für Geniesser, sondern auch für Unterstützer brauten. Denn von jeder verkauften Bierflasche gehen 10 Rappen an die Gesellschaft Storch Schweiz, welche sich für die Verbesserung der Lebensräume, die Verminderung der Gefahren und ein grösseres Verständnis für die Zugvögel einsetzt.

Die Storchfamilie auf dem Backsteinkamin des Brauhaus Sternen.

Die Storchfamilie auf dem Backsteinkamin des Brauhaus Sternen.

Den Check über 800 Franken hat Peter Enggist, Geschäftsführer von «Storch Schweiz», in Empfang genommen. «Damit unterstützen wir die mittlerweile 516 Brutpaare, die es in der Schweiz gibt», sagte er. Der Betrag resultiert aus einem Verkauf von 8000 Flaschen «Adebar Amber». Mit dieser Unterstützung steigt die Anzahl Störche in der Schweiz.

Damit der Vogel nicht mehr ausfliegen muss

Noch vor zehn Jahren flogen so gut wie alle Störche aus der Schweiz bis nach Afrika. Doch das ist dieser Tage nicht mehr üblich. Sieben von zehn der wegziehenden Störche überwintern in Spanien. Zum einen, weil die Winter in Europa immer kürzer und auch wärmer werden. Zum anderen, weil es auf der Iberischen Halbinsel viele offenen Mülldeponien gibt, auf welchen die Zugvögel Hausabfälle finden und sich davon ernähren können. Manche Weissstörche verharren auch ganze Winter im Schweizer Horst.

Trotz der prominenten Lage mitten in der Stadt Frauenfeld fühlt sich die Vogelfamilie auf dem Backsteinkamin des Brauhaus Sternen zu Hause, was Mitarbeiter wie auch Gäste freut, meint Stefan Mühlemann. Für dieses Jahr erhofft sich das Brauhaus eine Steigerung der Verkaufszahlen des Storchenbieres, das seinen Namen nicht von ungefähr hat: Adebar ist der Fabelname des Storches, Amber steht für die Bernsteinfarbe des Bieres. Und bei grosser Unterstützung werden die biertrinkenden Frauenfelder wohl in den nächsten Jahren auch während des Winters die Störche über der Stadt klappern hören.

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