GLOSSE
Bierbäuche wachsen und Bizepse schrumpfen: Wann endlich kommt der Sirnacher Fitnesspark?

Südsicht auf innerkantonale Unterschiede im Umgang mit einem Geschenk.

Olaf Kühne
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Olaf Kühne

Olaf Kühne

(Bild: Peter Pfistner)

Öffnet die Gastronomie! Diese Forderungen hören wir allerorten. Öffnet die Kultur! Auch dieses Anliegen wird breit getragen. Derweil hat «Öffnet gopfertami nomal endlich die Fitnesscenter!» offensichtlich eine weitaus schwächere Lobby. Wenigstens hat jetzt die Thurgauer Kantonalbank das Problem wachsender Bierbäuche und schrumpfender Bizepse erkannt und spendiert jedem Bezirk einen Freiluft-Fitnesspark.

Doch während der Kanton Zürich beim Impfen trödelt und der Kanton Thurgau vorwärtsmacht, müssen wir analog dazu bei der Umsetzung dieser Fitnessparks grosse innerkantonale Unterschiede feststellen.

In Weinfelden ist das Ding bereits im Betrieb. Klar, dort müssen sie irgendwie testosterongeschwängerte Jugendliche vom Bahnhofplatz weglocken. Nur gibt es von denen auch in Sirnach nicht gerade wenige. Immerhin soll im «Zentrum des südlichen Thurgaus» bald das Baugesuch aufliegen. Bleibt nur zu hoffen, dass keine Einsprache eingeht, und wir uns nicht doch noch grössere Hosen kaufen müssen, bevor der Sirnacher Fitnesspark in Betrieb ist.