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Bichelseer Abschlussklassen zeigen ein Musical, das Kritik an der Oberflächlichkeit übt

Die 3.-Klässler der Sekundarschule Lützelmurg haben zu ihrem Schulabschluss eine moderne Version des Musicals «Fair» einstudiert. Zum ersten Mal hat man sich dafür im Dachgeschoss des Schulhauses eingerichtet.
Christoph Heer
«Fair», das Abschlussmusical von 27 Sekundarschüler, im Dachstock vom Schulhaus Lützelmurg, beinhaltete Tiefgang und Humor, gepaart mit Gesang, Musik und Schauspiel. (Bild: Christoph Heer)

«Fair», das Abschlussmusical von 27 Sekundarschüler, im Dachstock vom Schulhaus Lützelmurg, beinhaltete Tiefgang und Humor, gepaart mit Gesang, Musik und Schauspiel. (Bild: Christoph Heer)

In den vergangenen Jahren hat das Abschlussmusical jeweils in der Turnhalle stattgefunden. Nicht so in diesem Jahr. Die 27 Drittklässler der Sekundarschule Lützelmurg haben, unter den Regie- und Musikanleitungen von Jeannique Ackermann und Heltin Guraziu, den Dachstock des Schulhauses in Beschlag genommen.

Seit Januar übten sie die moderne Version des Musicals «Fair» ein. Dieses hat dem zahlreich erschienenen Publikum, an den drei Aufführungen, äusserst gut gefallen. Vier Komponenten haben sich dahingehend gefunden: Das Ambiente des abgedunkelten Dachstockes, die Geschichte des Musicals, die Technik und die schauspielerische Leistung. Alles in allem, eine wunderbare Inszenierung.

Damit das Geld am richtigen Ort ist

Die moderne Robin-Hood-Geschichte spielt im Hackermilieu, in welcher sich Jugendliche einer Handelsschule für mehr Menschlichkeit und Fairness in der heutigen Zeit und im heutigen System einsetzen:

Dem Spiegelbild der Gesellschaft, also der Oberflächlichkeit und der Konsumgier, wollen sie Paroli bieten. So gelingt es ihnen, einige Milliarden Franken von einer Privatbank auf das Konto eines Hilfswerks zu verschieben. Und überhaupt, die Milliarden wären für ein unnötiges Staudammprojekt am anderen Ende der Welt eingesetzt worden. Warum also nicht mit (il)legalen Mitteln, das Geld dorthin verfrachten, wo es wirklich gebraucht wird. Eine berechtigte Kritik an der realen Welt, wo doch wissentlich viel Geld an Stellen verbraten wird, an denen es nicht nötig ist.

Auch die wahre Liebe darf natürlich nicht fehlen. Und was richtige Freundschaft ist, wissen die Musical-Besucher jetzt ebenfalls. Eine Idee, die sehr gut umgesetzt worden ist. Ein hin und her, zwischen Fiktion und Echtheit im Leben. Einmal darüber nachdenken, wie es auf der Welt so läuft, schadet nicht. Die Drittklässler haben den Erwachsenen für einen Moment die Augen geöffnet.

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