Bichelsee-Balterswil
«Meistens waren Erwachsene dafür verantwortlich»: Schulbehörde überlegt sich, wie sie Littering und Lärm verhindern kann

Im vergangenen Jahr kam es zu mehreren Vorfällen, bei denen Leute auf Schularealen in Bichelsee-Balterswil für Lärm gesorgt und Abfall hinterlassen hatten. Die Schulbehörde prüft deshalb eine höhere Präsenz des Sicherheitsdienstes.

Roman Scherrer
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Blick in den Innenhof des verschneiten Balterswiler Schulareals Lützelmurg.

Blick in den Innenhof des verschneiten Balterswiler Schulareals Lützelmurg.

Bild: Roman Scherrer

In den vergangenen Monaten musste sich die Schulbehörde von Bichelsee-Balterswil mehrfach mit Verschmutzungen und Lärm auf den Schularealen auseinandersetzen. Immerhin, schreibt Schulpräsident Daniel Stamm in den Gemeindenachrichten, sei es von Juni bis Oktober des vergangenen Jahres «zu rund zehn ärgerlichen Vorfällen» gekommen.

Bei dreien dieser Vorfälle seien gröberen Verschmutzungen die Folge gewesen, erklärt Stamm auf Anfrage. «Das war deutlich mehr als ein paar Abfallstücke, wie vereinzelte Dosen oder Flaschen.» Grössere Schäden, etwa durch mutwillige Zerstörung, seien allerdings keine entstanden.

Daniel StammSchulpräsident Bichelsee-Balterswil

Daniel Stamm
Schulpräsident Bichelsee-Balterswil

Bild: PD

Wer das liest, dürfte im ersten Moment an Jugendliche als Verursacher denken. Umso überraschender sagt Daniel Stamm:

«In den meisten Fällen waren es Erwachsene und Familien, die sich im Schulareal aufgehalten und ihren Abfall nicht entsorgt hatten.»

Die Behörde schätzt, dass sich zwischen Juni und Oktober an 40 Abenden Personen in den Schularealen aufgehalten hatten. An 50 Abenden hätten Angehörige der Schule, unter anderem Behördenmitglieder die Areale kontrolliert.

«Es ist kein akutes Riesenproblem», sagt Stamm. Weil man aber von Anwohnern Meldungen und Reklamationen erhalten habe, wolle man dennoch eine Lösung finden, mit der solche Vorfälle möglichst selten werden. Ein Dutzend Möglichkeiten hat die Schulbehörde diskutiert. Laut Stamm wird sie sich wohl dafür entscheiden, den Sicherheitsdienst Securitas häufiger patrouillieren zu lassen. «Noch ist das nicht beschlossen. Wir klären nun, wie viel das kosten würde sowie wann und wie oft die Kontrollen stattfinden sollen», sagt Stamm.