Bichelsee-Balterswil
Nach 35 Jahren in der Ortspartei: Ehrung des CVP-Urgesteins und ehemaligen Gemeindepräsidenten Richard Peter

Die Mitglieder der Ortspartei CVP Bichelsee-Balterswil trafen sich zur Generalversammlung. Das erste persönliche Beisammensein seit eineinhalb Jahren stand ganz im Zeichen des Rückzugs von Partei-Urgestein Richard Peter.

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CVP-Kantonsrat Kilian Imhof, ehemalige Bichelseer Gemeinderätin Katharina Auer und Politurgestein Richard Peter.

CVP-Kantonsrat Kilian Imhof, ehemalige Bichelseer Gemeinderätin Katharina Auer und Politurgestein Richard Peter.

Bild: PD

(pd) Die Luft ist heiss und trocken – und die Freude über das Wiedersehen gross: Immerhin 18 stimmberechtigte Mitglieder und eine Handvoll Gäste lassen es sich nicht nehmen, nach knapp anderthalb Jahren «Abstinenz» wieder einmal beisammen zu sein und der Generalversammlung der Ortspartei CVP Bichelsee-Balterswil beizuwohnen. Unter ihnen befindet sich mit Kantonsrat Peter Bühler auch Politprominenz – und mit Richard Peter (87) ein währschaftes CVP-Urgestein. Der ehemalige Gemeindepräsident von Bichelsee-Balterswil trat 1986 in die CVP ein, war während 35 Jahren eine treibende Kraft im Vorstand und gleich zweimal Präsident.

Dieses Amt hat zwischenzeitlich CVP-Kantonsrat Kilian Imhof inne – und er füllt es augenscheinlich so gut aus, dass er, nachdem die üblichen Geschäfte zügig und ohne Gegenstimme abgewickelt worden sind, von den anwesenden Stimmberechtigten einstimmig für weitere zwei Jahre als Präsident bestätigt wird. Auch Vizepräsident Urban Schwager wird wieder gewählt, ebenso der nach dem Rückzug von Regula Meile um den neuen Kassier Reto Emmenegger ergänzte Vorstand. Dort wirkt auch Ständerätin Brigitte Häberli mit.

Richard Peter mit eindeutigem Votum

Es beginnt schliesslich eine kurzweilige Diskussion darüber, wie die CVP Bichelsee-Balterswil künftig heissen solle. Bekanntlich heissen die nationale CVP (und seit Neuestem auch die kantonale) nach einer Urabstimmung jetzt «Die Mitte» – und so gilt es zu klären, ob die Ortspartei diesen neuen Namen künftig auch tragen will. Bei diesem Traktandum ergreift Richard Peter erstmals das Wort. Und sein Votum ist eindeutig:

«Die Nation hat entschieden – und wir respektieren als gute Demokraten diesen Entscheid und heissen fortan ‹Die Mitte›.»

Diverse Mitglieder stärken ihm mit ähnlich lautenden Voten den Rücken. Letztlich fiel mit 89 Prozent der Entscheid zu Gunsten des neuen Namens.

Am Ende der GV verkündet Präsident Kilian Imhof, dass Richard Peter künftig etwas kürzertreten wolle. Katharina Auer, zuvor von Imhof als «die gute Fee» des CVP-Vorstands gelobt, ehrt Richard Peter mit einer prägnanten Laudatio. Sichtlich bewegt nimmt Richard Peter ein Abschiedsgeschenk entgegen – und spricht aus, was sich wohl alle Anwesenden wünschen:

«Ich habe die Karriere von Ständerätin Brigitte Häberli vom ersten Tag an gefördert, mitgetragen und nach Kräften unterstützt. Nun hoffe ich, dass ich es noch erleben darf, wie sie Ständeratspräsidentin wird.»