Bichelsee-Balterswil

Die Vizepräsidentin tritt ab

Regula Meile tritt im Sommer aus dem Gemeinderat zurück. Die Ersatzwahl ist auf den 13. Juni angesetzt.

Olaf Kühne
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Regula Meile ist seit 2012 Gemeinderätin in Bichelsee-Balterswil, seit 2015 Vizegemeindepräsidentin.

Regula Meile ist seit 2012 Gemeinderätin in Bichelsee-Balterswil, seit 2015 Vizegemeindepräsidentin.

(Bild: ZVG)

Die Stimmbürger von Bichelsee-Balterswil werden am 13. Juni für eine Ersatzwahl in den Gemeinderat an die Urne gerufen. Diese Wahl wird erforderlich, weil noch im Dezember Vizegemeindepräsidentin Regula Meile dem Gemeinderat ihr Rücktrittsgesuch eingereicht hat. Ende Juni wird die 55-Jährige aus dem Amt scheiden.

In ihrer Medienmitteilung begründet Regula Meile ihren Schritt mit «beruflichen und gesundheitlichen Gründen». Auf Nachfrage unserer Zeitung erklärt sie, dass sich auf Anfang Jahr ihr berufliches Pensum auf 100 Prozent erhöht hat (Regula Meile ist Assistentin des Klinikdirektors der Clienia Littenheid). Und zu den «gesundheitlichen Gründen» sagt die Balterswilerin: «Ich hatte im September einen schweren Unfall. Von dem habe ich mich zwar gut erholt, meine Entscheidung hat er dennoch mit beeinflusst.»

«Die Zeit ist reif», bringt es Regula Meile auf den Punkt. Tatsächlich wirkt sie seit neun Jahren im Bichelseer Gemeinderat, ist dort nach Daniel Amrhein die Zweitdienstälteste. Vizegemeindepräsidentin ist sie seit 2015.

Auch dass Bichelsee-Balterswil seit Anfang Jahr mit Christoph Zarth einen neuen Gemeindepräsidenten hat, spielt eine Rolle. Wenn auch anders, als man vermuten könnte. «Beat Weibels und jetzt auch mein Rücktritt machen Jüngeren Platz», sagt sie. «Das sorgt für frisches Blut.» Weibels Nachfolger einfach im Regen stehen lassen, möchte sie aber nicht. Bewusst habe sie ihren Rücktritt deshalb erst für den Sommer eingereicht. «Ein halbes Jahr ist gut für eine vertiefte Einarbeitung und eine geordnete Übergabe», ist sie überzeugt. «Das war mir ein Bedürfnis. Ich bin nicht jemand, der einfach sagt: Nach mir die Sintflut.»

Während ihrer ganzen Amtszeit war Regula Meile für das Ressort Tiefbau verantwortlich. «Darin musste ich mich anfangs einarbeiten», blickt sie zurück. «Aber ich hatte immer Spass an meinem Ressort.» Überhaupt habe sie aus den bewilligten Tiefbauprojekten jeweils ihre Befriedigung bezogen, beantwortet sie die Frage nach den Höhepunkten ihrer Amtszeit. Und auch den Tiefpunkt kann sie spontan benennen: «Das war das abgelehnte Budget im vergangenen November. So etwas habe ich noch nie erlebt.»

Ihrer Nachfolgerin oder ihrem Nachfolger empfiehlt sie für das Amt denn auch: Breite Schultern, Energie und Optimismus. Zugleich betont sie aber erneut: «Das Amt macht auch viel Freude.»

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