Betreuungsangebot und Fernunterricht: So reagiert die Thurgauer Regierung auf die Schliessung der Schulen

Der Bundesrat hat entschieden, den gesamten Schulbetrieb bis zum 4. April einzustellen. Der Kanton Thurgau hat entsprechende Entscheide erlassen. Die ersten Massnahmen betreffen die kommenden zwei Schulwochen bis zu den Frühlingsferien.

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Die Klassenzimmer bleiben voraussichtlich bis Anfang April leer.

Die Klassenzimmer bleiben voraussichtlich bis Anfang April leer.

Bild: Attila Balazs / EPA

(red/nat) Um die Weiterverbreitung des Corona-Virus einzudämmen, hat der Bundesrat Coronavirus alle Präsenzveranstaltungen an Schulen, Hochschulen und Ausbildungsstätten untersagt. Der Kanton Thurgau stellte am Samstag verschiedene Erlasse in einer Medienmitteilung vor. Die Schulen im Kanton Thurgau werden verpflichtet, diejenigen Eltern zu unterstützen, die keine Betreuungsangebote sicherstellen können, heisst es im Communiqué.

Volksschulen

Am Montag, 16. März, dürfen die Schüler zu Hause bleiben, damit die Schulen in dieser Zeit entsprechende Vorbereitungen treffen können.

Ab Dienstag, 17. März, bis zu den Frühlingsferien stellen die Schulgemeinden ein Betreuungsangebot sicher, teilt der Kanton mit. Dieses Angebot stehe Familien zur Verfügung, welche die Betreuung der Kinder nicht selbst wahrnehmen können. Die Betreuungszeiten richten sich nach den Stundenplänen und sollen primär für Kinder vom Kindergarten bis zur sechsten Primarklasse gelten.

Mit dem Verbot des regulären Unterrichts wird der Schulbetrieb (öffentliche und private Schulen) nicht gänzlich eingestellt. Die Schüler werden gemäss den Möglichkeiten der Schule und der Kinder in Form von «Distance Learning» unterrichtet.

Sekundarstufe II

Gemäss Medienmitteilung wird auch auf der Sekundarstufe II der reguläre Klassenunterricht eingestellt, nicht aber die Schulpflicht. Berufsfachschulen und Mittelschulen bleiben für Administration, Arbeiten von Lehrpersonen, Sitzungen, Einzelgespräche und -prüfungen offen. Die Mensen seien jedoch geschlossen.

Mittelschulen

In den Mittelschulen wird der Schulbetrieb bis zu den Frühlingsferien durch Fernunterricht aufrechterhalten. Die Lehrpersonen sind dafür zuständig, den Kontakt zu den Lernenden während der regulären Unterrichtszeiten sicherzustellen.

Da die entsprechenden Sicherheitsmassnahmen eingehalten werden können, finden am Montag, 16. März, und Dienstag, 17. März, die mündlichen Aufnahmeprüfungen statt. 

Berufsfachschulen

In den Berufsfachschulen wird der Präsenzunterricht durch Fernunterricht ersetzt. Dieser findet während des üblichen Schultages statt.

Die Lehrabschluss- und Qualifikationsverfahren werden durchgeführt. Prüfungen, die schon geplant und angesagt sind, und zu einem anerkannten Abschluss führen, dürfen unter Berücksichtigung der bundesrätlichen Schutzmassnahmen durchgeführt werden.

Weiteres Vorgehen wird abgeklärt

Die Infrastruktur der Schulen (z.B. Sporthallen, Aula) kann gemäss Mitteilung weiterhin durch Externe genutzt werden. Der Entscheid über die Durchführung der Anlässe und Trainings liege in der Verantwortung der Nutzer.

Weiter teilt die Regierung mit, dass die aktuelle Lage Ende nächster Woche an einer Sitzung mit den Bildungsämtern und den Bildungsverbänden besprochen und das weitere Vorgehen festgelegt wird. Dabei werden auch Planungen für die Zeit nach den Frühlingsferien angeschaut. Anschliessend werde der Kanton wieder informieren.

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