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Verwirrung über Zuständigkeit beim Aadorfer Eisweiher

Wer entscheidet über die Freigabe des Eisweihers? Die Befugnis scheint seit neuestem in die Hände der Politischen Gemeine übergegangen zu sein. Doch ganz klar ist das nicht.
Kurt Lichtensteiger
«Eisfläche gesperrt», steht auf dem Warnschild, welches der Aadorfer Werkhof beim Eisweiher aufgestellt hat. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

«Eisfläche gesperrt», steht auf dem Warnschild, welches der Aadorfer Werkhof beim Eisweiher aufgestellt hat. (Bild: Kurt Lichtensteiger)

Just am letzten Januar-Samstagmorgen hätte – nach einer weiteren kalten Nacht – der Aadorfer Eisweiher für den Eislauf freigegeben werden können. Zuvor war das Begehen des von einer leichten Schneedecke bedeckten Eises mit gemessenen fünf bis sieben Zentimetern Dicke nicht gestattet.

Allerdings kündigten sich in der Folge sowohl Schneefall als auch noch erhöhte Temperaturen und Regen an. Was denn auch eintraf. Wieder einmal machte die Laune der Natur einen Strich durch die Rechnung. Ans Eislaufen war vorerst nicht zu denken.

Was die nächsten Tage noch bringen werden, bleibt indessen abzuwarten. Schön wäre es, wenn die Daheimgebliebenen doch noch einige Tage dem Schlittschuhlauf-Vergnügen frönen dürften. Letztmals war dies vor zwei Jahren, als sich während zehn Tagen Jung und Alt auf dem Eis tummeln konnten. Ein Riss hat sich gleichwohl aufgetan, wenn auch im übertragenen Sinne.

Warntafel angebracht

Doch wer haftet, sollte jemand in das Eis einbrechen? Lebensgefahr ist infolge der geringen Weihertiefe ein eher unwahrscheinliches Szenario – was die Vergangenheit auch zeigte. Meist blieb es nach einem Einbruch bei nassen Füssen. Trotzdem gilt es, die Gefahren nicht ganz ausser Acht zu lassen. Deshalb hat in diesen Tagen der Werkhof der Politischen Gemeinde Aadorf bei der unteren Waldhütte eine Tafel anbringen lassen.

Darauf sind Verhaltensregeln ersichtlich. Verwiesen wird zur Hilfestellung etwa auf den Gebrauch einer Leiter und einer Schwimmhilfe. Wo diese Rettungsgeräte allerdings zu finden sind, ist nicht ersichtlich. Kommt dazu, dass sich die Warntafel nicht auf Augenhöhe befindet, sondern so hoch, dass die Lesbarkeit stark eingeschränkt ist. «Ich habe nur den Auftrag ausgeführt. Weiter sage ich nichts», äussert sich ein Werkhofmitarbeiter auf Anfrage.

Kein Container mehr geplant

Auf dem nahen hölzernen Steg ist eine metallene Tafel mit der Aufschrift «Eis nicht betreten – der Eismeister» angebracht worden. Eismeister – als Nachfolger des verstorbenen Alfons Künzli – ist der Aadorfer Alois Erni. Er bewirtschaftet seit Jahren zwei Hütten, die – wie der Wald und der Eisweiher – der Bürgergemeinde gehören.

Erni fühlt sich auch für den Unterhalt des Eisweihers zuständig, sofern die Tragfähigkeit des Eises gegeben ist. Er stützt sich dabei auf die Hilfe von Rolf Kägi, der vor allem bei der Eis- und Schneeräumung wertvolle Unterstützung leistet.

Dazu kommen noch Köbi Müllhaupt und im Bedarfsfall weitere Helfer. «Utensilien wie Schlittschuhe, Eishockeystöcke und Fahrhilfen sind in der Pulverhütte eingelagert und sind nötigenfalls schnell zur Stelle», sagt Erni. «Der Aufwand muss sich aber lohnen.» Einen Container zum Aufwärmen und zur Verpflegung hingegen gebe es bestimmt nicht mehr. Alois Erni sagt weiter:

«Die Besucher sollen ihre Zwischenverpflegungen selber mitbringen.»

Und wer entscheidet schliesslich über die Freigabe der Eisfläche? Nach eingehender Prüfung derer Tragfähigkeit, wohlverstanden. Diesbezüglich scheint die Zuständigkeit nicht ganz klar zu sein. Kompetenzen unmissverständlich abzustecken und entsprechend zu kommunizieren, wäre der Sache bestimmt dienlich.

Unmittelbarer Handlungsbedarf besteht, sofern uns der Winter noch einige Tage Minustemperaturen beschert. Ferienbedingt waren Zuständige seitens Gemeinde nicht erreichbar.

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