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Besuch des Thurgauer Nachbarns aus Bern

Der Regierungsrat spricht mit dem deutschen Botschafter etwa über
das Rahmenabkommen, den Fluglärmstreit und den Grenzkonflikt im Tägermoos.
Silvan Meile
Daniel Legler, Leiter des Biotechnologie Institut Thurgau, der Deutscher Botschafter Norbert Riedel und die Regierungsrätinnen Cornelia Komposch und Monika Knill. (Bild: Andrea Stalder)

Daniel Legler, Leiter des Biotechnologie Institut Thurgau, der Deutscher Botschafter Norbert Riedel und die Regierungsrätinnen Cornelia Komposch und Monika Knill. (Bild: Andrea Stalder)

Der Deutsche Botschafter gibt sich selber einen Rat: «Die Schweiz zu kennen heisst, die Kantone zu verstehen.» Am Dienstag erweiterte der 58-jährige Norbert Riedel seine Kenntnisse bei einem Besuch im Thurgau. Er vertritt 309 000 in der Schweiz lebende deutsche Staatsbürger. «Wir sind uns nah, aber nicht die Selben», charakterisierte der Diplomat die Einwohner beider Länder.

Riedel lobte an einer Medienorientierung die Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. Auf die Frage, weshalb eine solche zu keiner Einigung im Fluglärmstreik führe, sprach er von einem komplexen und komplizierten Nachbarschaftsstreit. Und er fügte an: «Wir arbeiten intensiv an einer Lösung.» Riedel verwies darauf, dass beim Bau des Flughafen Zürichs das Ausmass der Probleme nicht absehbar gewesen sei.

Asyl und Brexit

Zu klären gelte es aber auch das Verhältnis der Schweiz zur EU. In Brüssel werde die Haltung der Schweiz nicht immer verstanden.
In den Gesprächen mit dem deutschen Gast sei es auch um das Rahmenabkommen zwischen der Schweiz und der EU gegangen. «Wir haben auch über Projekte im öffentlichen Verkehr, Sicherheit, Asylwesen, Einkaufstourismus, die Auswirkungen des Brexit und über das EU-Waffenrecht gesprochen», erklärte Regierungspräsidentin Cornelia Komposch.

Sogar das Tägermoos war ein Thema

Selbst der Grenzkonflikt im Tägermoos, der auf einem alten Staatsvertrag zwischen dem Grossherzog Baden und dem Thurgau gründet, sei dem Botschafter erläutert worden. Noch immer gilt dort in gewissen Bereichen deutsches Recht auf Schweizer Territorium.

Auf dem Programm stand nebst dem Besuch des Schlosses Frauenfeld und einem Mittagessen auch ein Rundgang in der Forschungseinrichtung des Biotechnologie-Instituts in Kreuzlingen, welches eng mit der Universität Konstanz zusammenarbeitet. «Hier passiert etwas mit grosser Ausstrahlungskraft weit über die Region hinaus», bemerkte Riedel.

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