Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Bestatter-Schauspieler Reto Stalder: «Beim Dreh auf der Pathologie wurde uns jeweils mitgeteilt, wenn eine Leiche angeliefert wurde»

In der SRF-Fernsehserie «Der Bestatter» spielt Reto Stalder den Praktikanten Fabio Testi. Durch die Dreharbeiten musste sich der Schauspieler intensiv mit dem Thema Tod befassen.
Geraldine Bohne
Schauspieler Reto Stalder alias Fabio Testi, Bestattungs-Praktikant in der SRF-Serie «Der Bestatter». (Bild: PD)

Schauspieler Reto Stalder alias Fabio Testi, Bestattungs-Praktikant in der SRF-Serie «Der Bestatter». (Bild: PD)

Kann man mit Ihnen über den Tod sprechen?

Reto Stalder: Schwierige Frage. Vor der Serie noch weniger, jetzt schon.

Inwiefern hat sich Ihre Ansicht zum Tod durch Ihre Rolle geändert?

Ich habe durch meine Rolle nicht mehr oder weniger Angst vor dem Tod. Ich hielt Bestattungen früher für einen Quatsch. Wieso sollte meinem Körper noch so viel Aufmerksamkeit geschenkt werden? Heute realisiere ich aber, dass eine Bestattung vor allem für die Angehörigen sehr wertvoll ist.

Womit hatten Sie am meisten Mühe am Set?

Speziell war auf jeden Fall der Dreh in der Pathologie. Es wurde uns jeweils mitgeteilt, dass eine Leiche angeliefert wurde. Das geschah sehr häufig. Sie kamen dann auf einem Spitalbett daher gerollt, waren aber bedeckt. Trotzdem war es ein komisches Gefühl, zu wissen, dass eine Leiche darunterliegt.

Haben Sie schon mal eine tote Person gesehen?

Meine Grossmutter ist die einzige Person, welche ich tot gesehen habe. Das war sehr speziell, da wir uns damals mitten im Dreh befanden. Am Morgen war ich noch bei ihr, am Nachmittag auf dem Set. Wir filmten auch eine Beerdigung und einen Tag später fand die meiner Grossmutter statt.

Wäre der Job als Bestatter ein Beruf für Sie?

Das ist harte körperliche Arbeit. Die Bestatter tragen manchmal so viel Gewicht herum. Es wäre nicht mein Traumjob, finde ihn aber auch nicht ein totales No-Go. Der Beruf kann bestimmt auch sehr schön sein. Ich bewundere aber, wie diese Personen mit den ganzen Bildern umgehen können.

Haben Sie Angst vor dem Tod?

Ich mache mir nicht allzu viele Gedanken dazu. Ich hoffe natürlich, dass ich die durchschnittliche Lebenserwartung erreichen kann. Wenn dem so ist, liegt noch sehr viel Zeit bis zu meinem Tod.

Wie stellen Sie sich Ihre Bestattung vor? Was wünschen Sie sich?

Ich möchte unbedingt in einer Urne bestattet werden. Der Gedanke, in einem Sarg tief unter der Erde zu liegen, löst in mir ein komisches Gefühl aus.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.