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Good News für Motocross-WM in Niederwil: Beschwerde abgewiesen

Ein Anwohner hatte gegen die vom Kanton erteilte Bewilligung für den Motocross-Grand-Prix of Switzerland in Niederwil bei Frauenfeld Beschwerde eingereicht. Das Verwaltungsgericht Thurgau tritt nicht darauf ein, weil der Beschwerdeführer nicht mehr betroffen ist als seine Nachbarn.
Mathias Frei
Beim MXGP 2017: Der Schweizer Spitzenfahrer Jeremy Seewer im Flugeinsatz. (Bild: Andrea Stalder)

Beim MXGP 2017: Der Schweizer Spitzenfahrer Jeremy Seewer im Flugeinsatz. (Bild: Andrea Stalder)

Den Veranstaltern des Motocross-Grand-Prix of Switzerland (MXGP) in Niederwil dürfte ein grosser Stein vom Herzen gefallen sein. Denn wie am Montagnachmittag bekannt wurde, ist das Thurgauer Verwaltungsgericht nicht eingetreten auf die Beschwerde eines Anwohners gegen die diesjährige Veranstaltungsbewilligung. Der Motocross-Event, der Teil der Weltmeisterschaft ist, soll heuer zum dritten Mal über die Bühne gehen, am 18. und 19.August.

Die Veranstaltungsbewilligung hatte das kantonale Departement für Justiz und Sicherheit vergangenen Februar erteilt. Verbunden mit der Bewilligung sind diverse Auflagen zu Lärm, Sicherheit, Bauten, Boden- und Luftverschmutzung. Und fest steht auch: Ab 2019 sind Motocross-Rennen in Niederwil nur noch mit einer ordentlichen Baubewilligung möglich. Darauf hatten sich die Umweltverbände VCS und Pro Natura mit dem Regierungsrat geeinigt.

Nächstes Rechtsmittel: Bundesgericht

Wie ein Damoklesschwert schwebte aber die vom 8. März datierte Beschwerde über den Köpfen der MXGP-Veranstaltern. Am 23. Mai hat das Verwaltungsgericht darüber befunden – nicht im Sinne des Beschwerdeführers. Dieser kann noch vor Bundesgericht gehen und Beschwerde gegen den Verwaltungsgerichtsentscheid erheben.

«Mit diesem Entscheid hat das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau die Beschwerdeberechtigung des Beschwerdeführers verneint und ist auf seine Beschwerde nicht eingetreten. Deshalb hatte es sich auch nicht zu äussern, ob die Veranstaltung baubewilligungspflichtig ist und die gesetzlichen Vorschriften einhält», heisst es. So hatte der Beschwerdeführer nebst der Aufhebung des Bewilligungsentscheid auch gefordert, dass für die temporären Bauten ein Bewilligungsverfahren einzuleiten sei.

Im anonymisierten Entscheid des Verwaltungsgerichts heisst es weiter: «Zu prüfen ist vorab die Beschwerdelegitimation des Beschwerdeführers.» In diesem Fall ist die räumliche Distanz das wichtigste Kriterium. Als Faustregel gelte ein Abstand von 100 Metern. Jedoch liegen zwischen dem vom Beschwerdeführer bewohnten Haus und der temporären Motocross-Anlage «diverse, teils auch massive, Gebäude sowie die Hauptstrasse und die Bahnlinie, welche den geforderten engen Beziehungszusammenhang unterbrechen. Ebenso wenig befindet sich die Liegenschaft in einem Abstand von maximal 100 Metern zum betroffenen Gelände.» Der Beschwerdeführer spricht von einer Distanz von 250 Metern, die MXGP-Veranstaltern von 300 Metern. Auch dass es sich nur um temporäre Lärmquellen handelt, kommt dem Beschwerdeführer nicht zugute. Laut Entscheid verhielten sich die Motocross-Veranstalter «ungehörig». Sie hatten dem Beschwerdeführer bei Gutheissung der Beschwerde mit einer Schadensersatzklage über 800000 Franken gedroht. Deshalb müssen sie die Hälfte der Verfahrensgebühr von insgesamt 5000 Franken berappen.

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