Berlingen sucht Menschen mit Lebenserfahrung und Herz

Die Gemeinde will mit Mentoren Einwohnern in schwierigen Lebenslagen zur Seite stehen.

Judith Meyer
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Der Berlinger Gemeindepräsident Ueli Oswald informierte über die Ziele des Gemeinderates für die nächsten vier Jahre. (Bild: Judith Meyer)

Der Berlinger Gemeindepräsident Ueli Oswald informierte über die Ziele des Gemeinderates für die nächsten vier Jahre. (Bild: Judith Meyer)

Der bedarfsgerechte Einsatz von Sozialhilfe mit Fokus auf kosteneffiziente Leistungserbringung sei in Berlingen auf Kurs, davon sprach Gemeinderätin Jolanda Lenherr an der gut besuchten Infoveranstaltung zur den Legislaturzielen des Berlinger Gemeinderates.

Wichtig ist für Lenherr dabei, dass Einwohner unterstütz werden, die in schwierigen Lebenslagen seien und dies aber für sich behalten würden.

«Um solche Personen begleiten zu können, suchen wir Mandatsträger, die auf freiwilliger Basis solche Menschen begleiten und beraten»

sagte Lenherr. Die Verantwortung für die Bewohner liege natürlich bei der Gemeinde, aber ein solches Netzwerk auf der Idee von Nachbarschaftshilfe aufzubauen, sei für die Gemeinde wertvoll.

Gemeinderätin Jolanda Lenherr. (Bild: PD)

Gemeinderätin Jolanda Lenherr. (Bild: PD)

Hilfe leisten und Ohr für Sorgen und Nöte haben

Lenherr sprach mit dem Aufruf vor allem Personen an, die sich gerne sozial engagieren, gute Menschenkenntnisse, Lebenserfahrung, Sachverstand und «ein grosses Herz» haben. Einfache Hilfestellungen seien gefragt, wie zum Beispiel das Einrichten eines Dauerauftrages bei der Bank für die Bezahlung der monatlichen Krankenkassengebühr, die Anmeldung bei der IV oder ganz einfach mal ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Mitmenschen haben. Wer Interesse habe, könne sich bei Lenherr direkt melden.

Gemeinderat und Gemeindepräsident Ueli Oswald informierten am Mittwoch die Bevölkerung über weitere neue Ideen und die Schwerpunkte der laufenden Legislatur. Warum eine Infoveranstaltung, wenn es doch eine Gemeindeversammlung gibt?

Gemäss Oswald wären die Informationen für eine Gemeindeversammlung zu umfangreich gewesen. Der Gemeinderat habe sich in einem Workshop Gedanken zur Zukunft der Gemeinde gemacht, und an diesem Abend sollen nun die neuen Ziele präsentiert werden.

Ortsplanung bleibt bis 2022 ein Thema

Zur aktuellen Kommunalplanung sagt Oswald: «Wie können wir unser Dorf weiterentwickeln und dennoch den Natur- und Heimatschutz berücksichtigen?» Verdichtetes Bauen, «Siedlungsentwicklung nach innen» war das Stichwort. Doch wohin solle man in Berlingen bauen? Die schönen kleinen Gärten auflösen oder zusammenziehen? Alte Häuser abreissen lassen und neue, dichtere Wohneinheiten bauen?

Sicher aber ist, dass man die alten Häuser in Stand halten muss, denn sie sind eine Zierde für Berlingen. Oswald informierte weiter, dass das Baureglement der Gemeinde im Genehmigungsverfahren sei und die Revision der Kommunalplanung mit einem Entwurf zur Vernehmlassung 2020 starten wird. Mit der Inkraftsetzung rechnet der Gemeinderat bis 2022.

Hinweis:
Bugdetgemeindeversammlung am Montag, 2. Dezember, 20 Uhr in der Unterseehalle.