Berlingen
Nach 15 Jahren scheint eine Lösung für das Gewerbegebiet Sandegg in Reichweite

Der Erschliessungsplan für das Gewerbegebiet in Berlingen-Ost liegt noch bis am 3. Juni auf. Das Gelände wird auch an Wasser, Kanalisation und Elektrizität angeschlossen.

Margrith Pfister-Kübler
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Das Gewerbegebiet Sandegg in Berlingen-Ost.

Das Gewerbegebiet Sandegg in Berlingen-Ost.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

Die Erschliessungsplanung des Gewerbegebietes Sandegg in Berlingen-Ost ist ausgearbeitet und liegt nun bis zum 3. Juni im Gemeindehaus Berlingen öffentlich auf. «Bereits vor rund 15 Jahren starteten Diskussionen um die Freigabe für die Erschliessung des Gewerbegebietes Sandegg. Es wurde ausgeschieden, um dem Gewerbe Entwicklungsmöglichkeiten zu geben. Diese blieben bisher ungenutzt, weil keine Einigung gefunden wurde», sagt Gemeindepräsident Ueli Oswald.

Ueli Oswald, Gemeindepräsident von Berlingen.

Ueli Oswald, Gemeindepräsident von Berlingen.

Bild: Margrith Pfister-Kübler

Immer wieder hätten sich neue Wege abgezeichnet. Doch erst jetzt kommt wirklich Bewegung in die Sache. «Wir haben mit allen Grundbesitzern erneut gesprochen, und jetzt sieht es mit der Erschliessung und den vorgesehenen Kostenverteilern gut aus. Jedenfalls hat es bislang keine Einsprachen gegeben. Damit das Gelände bebaut werden kann, braucht es die Erschliessung mit Wasser, Kanalisation, Elektrizität und die Strasse», erklärt Oswald. Er spricht von vier Grundbesitzern. Das angrenzende Gelände gehört zum Weinbau Meier und ist Landwirtschaftszone, inklusive Wohnbereich.

Perimeterkosten entstehen nur auf einer Seite der Strasse

Im Gewerbegebiet Sandegg sei der Bau von Lager- und Gewerbehallen durch die Landeigentümer geplant, sagt Oswald. Das gesamte Gelände – aufgeteilt in Parzellen mit 4500, 900, 800, 1000 und 700 Quadratmetern – ist in Privatbesitz.

«Die Kiesweg-Zufahrtstrasse zum Weinbaubetrieb Meier wird auf 5,5 Meter verbreitet und geteert.»

Das sagt Oswald. Dies, um die Nutzung fürs Gewerbe zu verbessern. Die Zufahrt von der Hauptstrasse bleibt, wie sie ist, die Eschlibachstrasse wurde vor zwei Jahren erneuert. Das Land gegen den See ist Landwirtschaftsland.

Die Perimeterkosten für das Gewerbegebiet Sandegg entstehen also nur auf einer Strassenseite. Gemeindepräsident Ueli Oswald präzisiert: «Diese Perimeterkosten werden zu 100 Prozent den Grundbesitzern überwälzt. Pro Quadratmeter sind dies 50 Franken Erschliessungskosten. Der Ringschluss zur Ackerstrasse (Elektro- und Wasserleitungen) wird gesondert ausgewiesen und geht zu Lasten der Gemeinde.»

Ökologische Massnahmen werden in Planungen berücksichtigt

Durch die Erschliessung und die geplante Nutzung würden sicherlich auch bisher immer wieder auftauchende Beanstandungen durch Anwohner bezüglich der Anhäufung vom optisch nicht gerade schönen Durcheinander von Material beruhigt. Oswald:

«Da gab es immer mal wieder Reklamationen. Aber wir haben die Situation mit dem Amt für Umwelt angeschaut, und weil der Bachabstand eingehalten ist, bestanden aus kantonaler Sicht keine grundsätzlichen Einwände.»

Bei der Gestaltung des Gewerbegebietes Sandegg werden ökologische Gesichtspunkte in den planerischen Massnahmen berücksichtigt. «Mir ist es ein grosses Anliegen, dass wir durch die Erschliessung des Gewerbegebietes einen Schritt weiterkommen. Das Gebiet ist auf vielfältige Nutzung ausgerichtet. Die bisherigen Besprechungen mit den Landeigentümern klangen positiv», sagt Gemeindepräsident Ueli Oswald.

Die öffentliche Auflage läuft bis zum 3. Juni während der Schalteröffnungszeiten in der Gemeindeverwaltung, Seestrasse 78, 8267 Berlingen.