Beim Personal des Alterszentrums Park in Frauenfeld liegt die Fluktuation im Rahmen, aber es gibt viel zu viele Unfalltage

Das geht aus der Beantwortung einer Einfachen Anfrage von GLP-Gemeinderat Lorenz Weber heraus. Er hatte sich nach der Situation der Angestellten im städtischen Betrieb erkundigt.

Mathias Frei
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Eingangsbereich des städtischen Alterszentrums Park.

Eingangsbereich des städtischen Alterszentrums Park.

(Bild: Mathias Frei

Dem Stadtrat ist bewusst, dass gerade im Alterszentrum Park das Personal ein wichtiges Gut. So heisst es in der Beantwortung der Einfachen Anfragen «Situation Angestellte Alterszentrum Park (AZP)»: «Das AZP, welches in den letzten Jahren eine steigende Pflegeintensität verzeichnen konnte, ist herausgefordert, genügend und auch gut ausgebildetes Fachpersonal auf dem insgesamt ausgetrockneten Markt rekrutieren zu können.» Zufriedene Mitarbeiter seien die wichtigste Ressource für zufriedene Bewohner. Umso wichtiger sei es, die Mitarbeiterbindung an das AZP aktiv zu gestalten. Den Vorstoss hatte GLP-Gemeinderat Lorenz Weber eingereicht.

Lorenz Weber, Gemeinderat GLP.

Lorenz Weber, Gemeinderat GLP.

(Bild: PD)

In diesem Zusammenhang fanden in jüngerer Vergangenheit drei Mitarbeiterbefragungen statt: 2010 ausschliesslich im AZP, 2011 und 2016 in der ganzen Stadtverwaltung einschliesslich der städtischen Betriebe. Als Folge der Umfragen wurden seither verschiedene Massnahmen umgesetzt und die Organisations- und vor allem auch Führungsstruktur angepasst. Zudem liess die Stadt 2018 von Arbeitssicherheit Schweiz einen Bericht erstellen betreffend Ausfalltagen. Der Bericht stellt einen nationalen Vergleich dar unter 208 Betrieben in der Pflege.

47 Prozent des Personals ist 50 Jahre und älter

Demnach liegen die AZP-Ausfalltage im Krankheitsfall im «vertretbaren Bereich». Jedoch:

«Das Fallrisiko für Berufs- und Nichtberufsunfälle ist relativ hoch. Und die Ausfallzeiten aufgrund von Unfällen sind sehr hoch.»

Als Folge wurde ein Absenzenmanagement erarbeitet. Zudem wird bei längeren Ausfällen ein Case-Management eingeschaltet, um dem Chronischwerden von Krankheiten und Unfällen vorzubeugen. Wobei der Stadtrat festhält, dass aktuell 47 Prozent des AZP-Personals 50 Jahre und älter sind.

Zwecks Vergleichbarkeit bereinigte Personalfluktuationszahlen zu bekommen, sei dagegen schwieriger, schreibt der Stadtrat. Die Fluktuationsraten von Rajovita (Heime in Rapperswil), Thurvita (Heime in Wil) sowie der Spital Thurgau AG bewegten sich zwischen rund 10 und 15 Prozent.

«Die Fluktuationsrate des Alterszentrums Park mit gut 11 Prozent darf somit als branchenüblich bezeichnet werden.»

Das AZP-Lohnsystem sei transparent und biete Aufstiegsmöglichkeiten. Für neue Mitarbeiter gibt es individuelle Einarbeitungspläne und grosse vierteljährliche Einführungsveranstaltungen.

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