Eschliker Sternsinger sammeln für Schule in Äthiopien

In Eschlikon ziehen derzeit die Sternsinger von Haus zu Haus. Den Erlös, den sie dabei erzielen, ist für eine äthiopischen Schule bestimmt. Die Organisatoren reisten zuvor privat nach Afrika und machten sich vor Ort ein Bild.

Christoph Heer
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Bevor die Kinder von Haus zu Haus ziehen können, hilft ihnen das Sternsinger-Team bei der Vorbereitung. (Bilder: Christoph Heer)

Bevor die Kinder von Haus zu Haus ziehen können, hilft ihnen das Sternsinger-Team bei der Vorbereitung. (Bilder: Christoph Heer)

Sie sind wieder in Eschlikon und Wallenwil unterwegs: Rund 80 Kinder aus den zweiten bis neunten Klassen. In der Dunkelheit und Kälte des Januars ziehen sie motiviert von Haus zu Haus und sammeln für eine Schule in Äthiopien (siehe Infobox).

Mission überwacht Verwendung der Spenden

Im Zuge einer privaten Reise haben einige Mitglieder des Sternsinger-Teams die Möglichkeit wahrgenommen, unterschiedlichste Projekte der Mission am Nil in Äthiopien zu besuchen. Beim Aufenthalt in der Walga-Klinik – südwestlich der Hauptstadt Addis Abeba – wurde eine lokale Schule besucht. Die Schulgebäude bestehen aus lokalen Materialien und bieten keinerlei Luxus. In den Klassen mit bis zu 70 Schülern, wovon die Kleinsten auf dem Naturboden sitzen, wächst der Wunsch nach dauerhaften Bodenbedeckungen, Stühlen und Bänke. Eine neue Toilettenanlage wäre dann das nächste Ziel.

Das Sternsinger-OK betont, dass die Verwendung der Mittel durch die Mission am Nil und deren Verantwortliche Tabea Roth begleitet und überwacht wird. «So können wir sicher sein, dass jeder gespendete Franken dort eingesetzt wird, wo es den Kindern in Walga zu Gute kommt.» (che)

Bis es aber am vergangenen Freitagabend so weit war, brauchte es viel Vorbereitung. An jenem Nachmittag erfolgte der lang ersehnte Startschuss mit dem Einkleiden der Kinder. Ein wildes, aber jederzeit geordnetes Durcheinander, herrscht, wenn sich die Eschliker Jugend in einen der drei Könige oder einen Sternträger verwandeln. Die Vorfreude ist gross, die Nervosität steigt indes auch leicht an.

Die Sternsinger beim Aussendungsgottesdienst mit Pfarrer David Lerch.

Die Sternsinger beim Aussendungsgottesdienst mit Pfarrer David Lerch.

Bevor es aber in Kleingruppen raus in die Kälte geht, findet in der evangelischen Kirche der Aussendungsgottesdienst mit Pfarrer David Lerch statt. Er bindet die Sternsinger in den Gottesdienst mit ein und so steht einer erfolgreichen Sternsingeraktion nichts mehr im Weg.

Joel Schmid (13) aus Eschlikon ist nicht das erste Mal mit dabei und freut sich vor allem auf einen möglichst grossen Geldbetrag. «Für eine gute Sache kann es nie genug sein. Ich freue mich einmal mehr, von Haus zu Haus zu ziehen und den Einwohnern eine Freude zu bereiten», sagt er.

Spass kommt nicht zu kurz

Seit Jahren besticht das Organisationsteam durch eine detaillierte Vorbereitung der Sternsingeraktionen. Miriam Ramsperger ist eine der fleissigen Helferinnen. Sie betont, dass die Kinder stets mit viel Herzblut mit dabei sind. «Immer, kurz bevor es zum ersten Mal auf die Strassen geht, kleiden wir die Kinder ein. Hierbei bemerken wir, wie sie sich freuen, obschon sich beim einen oder anderen Kind dann auch eine gewisse Nervosität bemerkbar macht.»

An die Nervosität erinnert sich Nicola Peter (14) aus Wallenwil:

«Beim ersten Mal ist es doch normal, dass man etwas nervös wird. Ich bin jetzt aber schon etwa das siebte Mal mit dabei, da kann man es locker angehen».

Unterwegs zu sein, mit Freunden, und für guten Zweck, eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. «Und wir haben es immer lustig. Haben richtig Spass dabei und wissen, dass wir anderen Kindern auf dieser Welt helfen können», sagt Kim Rütsche (10) aus Eschlikon.

Nach dem Einkleiden ein erstes Fotoshooting.

Nach dem Einkleiden ein erstes Fotoshooting.

ESCHLIKON: Hilfe mit Inbrunst

In drei Wochen schwärmen wieder die Sternsinger aus. Sie sammeln für die Beschulung von Flüchtlingskindern aus Syrien im Libanon.
Christoph Heer